Droht Werder die Rückkehr der Geisterspiele?

Das menschenleere Weser-Stadion erstrahlt im Flutlicht.
Wie viele Zuschauer beim Werder-Heimspiel gegen Erzgebirge Aue ins Stadion kommen dürfen, ist noch unklar. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In der Politik mehren sich Stimmen, Spiele im Profifußball nur noch vor leeren Rängen auszutragen. Auch in Bremen könnte es zu weiteren Zuschauerreduzierungen kommen.

Die Zeit der ausverkauften Spiele im Weser-Stadion ist vorerst vorbei. Nach zuletzt zwei Werder-Heimpartien vor vollständig gefüllten Rängen haben die Bremer die Zuschauerkapazität vor dem Spiel gegen Erzgebirge Aue (Freitag, 18:30 Uhr) auf maximal 31.600 Besucher reduziert. Ob aber tatsächlich so viele Menschen Einlass ins Weser-Stadion erhalten, ist angesichts der aktuellen Corona-Lage unklar. Noch am Mittwoch sucht daher Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) das Gespräch mit den Werder-Verantwortlichen. Denkbar, dass die Zuschauerzahl weiter gesenkt wird. Auch eine Umsetzung der 2G-plus-Regel steht im Raum.

Geisterspiele bis Jahresende?

Ob dem Profifußball gar die Rückkehr der Geisterspiele droht, stand auch bei den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag auf der Tagesordnung. Mancher Ministerpräsident zeichnete im Anschluss ein deutliches Bild: "Man kann davon ausgehen, dass die Bundesliga ohne Zuschauer weiterspielen soll. Das ist eine richtige Entscheidung", sagte etwa Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Konkreter äußerte sich Markus Söder (CSU): Bayerns Ministerpräsident forderte Geisterspiele in der Bundesliga bis zum Jahresende. "Wenn Weihnachtsmärkte zu sind, ist es nicht stimmig, volle Stadien zu haben", sagte Söder. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wiederum erklärte, dass das Meinungsbild beim Fußball noch "von null bis 30 Prozent der Stadion-Kapazitäten" reiche. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) geht sogar noch einen Schritt weiter. Im Vorfeld der Innenministerkonferenz, die noch bis Freitag andauert, plädierte Mäurer für eine Unterbrechung der laufenden Saison in den ersten beiden Profiligen.

Nach Aue folgen zwei Auswärtsspiele für Werder

Eine endgültige Entscheidung soll am Donnerstag auf einer kurzfristig angesetzten Ministerpräsidentenkonferenz fallen. Sollten tatsächlich weitere Beschränkungen der Zuschauerzahl bis Jahresende verabschiedet werden, ist bei Werder nur das Aue-Heimspiel betroffen: Nach zwei Auswärtsspielen laufen die Bremer erst am 15. Januar wieder im Weser-Stadion auf.

Fazit der Bund-Länder-Runde: Das erwartet Werder und den Profi-Fußball

Bild: Radio Bremen

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  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 30. November 2021, 18:06 Uhr