Das befreiende Ende von Füllkrugs turbulenter Werder-Woche

Video vom 24. Oktober 2021
Werder-Stürmer Niclas Füllkrug bejubelt seinen Ausgleichstreffer gegen Sandhausen.
Bild: Imago | Nordphoto
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Fast erzielte Niclas Füllkrug in Sandhausen sogar noch den Bremer Siegtreffer. Immerhin platzte mit dem Ausgleich beim zuletzt suspendierten Torlos-Stürmer endlich der Knoten.

Am Ende war es dem Fußballgott dann wohl doch etwas zu kitschig: Wenige Sekunden, nachdem Werder-Joker Niclas Füllkrug in Sandhausen den Ausgleich erzielt hatte, lag der Siegtreffer auf seinem Fuß. Doch der Pfosten stand seiner Direktabnahme aus kurzer Distanz im Weg. Es hatte also nicht sein sollen mit dem perfekten Abschluss einer chaotischen Werder-Woche, die Füllkrug wohl nicht so schnell vergessen wird.

Werder-Coach Anfang setzte sich für Füllkrug ein

Nach seinem Disput mit Bremens sportlichem Leiter Clemens Fritz war der 28-Jährige für drei Tage vom Training freigestellt. Auf einmal erschien fraglich, ob Füllkrug, der die ersten zehn Saisonspiele ohne Tor geblieben war, überhaupt noch einmal im Werder-Dress auflaufen würde. Schließlich erfolgte die Begnadigung, auch dank der Fürsprache seines Trainers Markus Anfang. "Ich habe nie ein Problem mit ihm gehabt", sagte der Werder-Coach in der "ARD". "Am Ende des Tages war es ein Fehlverhalten, das aber abgearbeitet wurde." In Sandhausen schenkte Anfang seinem Schützling für die letzten rund 30 Minuten das Vertrauen. Kein Wunder, Werder war am Drücker, aber vor dem Tor glücklos. Ein weiterer Stürmer sollte neue Impulse setzen.

Nach seiner Einwechslung machte Füllkrug schnell deutlich, dass er auf Wiedergutmachung aus war: Doch sowohl einen Kopfball als auch einen Distanzschuss setzte er jeweils aus guter Position neben den Kasten. Erst in der Nachspielzeit zielte der Torlos-Stürmer besser: Bei einer flachen Hereingabe stand Füllkrug dort, wo ein Stürmer eben stehen musste, und drückte die Kugel über die Linie. Als der Ball im Netz zappelte, breitete der Torschütze die Arme aus und raste zur Bremer Ersatzbank. "Für uns alle war es eine Erlösung", sagte Anfang zu "Sky".

Dass er das Tor gemacht hat, hat mich riesig gefreut. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass er noch da ist und heute hat er das ein Stück weit zurückgezahlt.

Werder-Trainer Markus Anfang in der "ARD"

Am Ende überwiegt bei Werder die Enttäuschung

Trotz der Freude darüber, dass Füllkrug nach langer Leidenszeit wieder getroffen hatte, überwog bei den Bremern am Ende der Frust. "Nach dem 2:2 hatten wir das Gefühl, dass wir auch noch das 3:2 hätten machen können", sagte Anfang. "Gerade nach den letzten Wochen, die nicht so gut gelaufen sind, hätte uns das auch mal gut getan." Bei aller Enttäuschung: Immerhin ist nun beim Sorgenkind der Bremer der Knoten geplatzt. Und der ein oder andere Werder-Fan fängt bereits wieder zu träumen an.

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Bild: Radio Bremen
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Autor

  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 24. Oktober 2021, 19:30 Uhr