Verlässt Werder-Torhüter Jiri Pavlenka die Bremer im Winter?

Werder-Torhüter Jiri Pavlenka geht nach dem Training zurück zum Stadion.
Werder-Torhüter Jiri Pavlenka läuft seit 2017 für Werder auf. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Sollten die Bremer den Aufstieg verpassen, stehen die Zeichen zwischen Werder und Pavlenka auf Trennung – vielleicht folgt der Abschied aber auch schon eher.

Ganze zwei Cheftrainer hatte Werder-Torhüter Jiri Pavlenka in seinen ersten vier Jahren in Bremen erlebt. In der laufenden Saison sind es hingegen schon drei. Und mit Ole Werner steht bereits der vierte Coach in den Startlöchern. Der erste Eindruck, den Pavlenka vom Neu-Bremer gewonnen hat, sei "sehr positiv", wie der 29-Jährige in einer Medienrunde am Mittwoch erzählte.

Die Vorbereitung aufs Aue-Spiel ist kurz

Werner rede viel mit den Spielern, was gut sei, wie Pavlenka findet. Auch weil der Trainer nur wenig Zeit für die Vorbereitung auf sein Premierenspiel gegen Erzgebirge Aue (Freitag, 18:30 Uhr) bleibe. "Wir können in zwei Tagen nicht alles umwechseln", so Pavlenka. Ob der Tscheche unter dem Ex-Kieler gesetzt ist, weiß er noch nicht: "Eine Garantie hat er mir nicht gegeben", erzählte Pavlenka lächelnd. Allerdings dürfte es sehr überraschen, sollte Werner in den noch drei ausstehenden Spielen des Jahres den zuletzt ausgebooteten Michael Zetterer wieder zwischen die grün-weißen Pfosten stellen.

Wesentlich unklarer ist hingegen, wie es nach der Weihnachtspause für Pavlenka weitergeht. Fakt ist: Der Vertrag des Keepers läuft aus; die Gespräche mit dem Verein liegen auf Eis – zumindest im Moment. "Vielleicht kommt im Januar wieder die Zeit, wo wir miteinander sprechen", sagte Pavlenka.

Ob ich bleibe oder ob ich einen neuen Vertrag im Winter oder auch im Sommer unterschreibe, weiß ich nicht.

Werder-Torhüter Jiri Pavlenka in einer Medienrunde

Pavlenka hat keine Lust mehr auf die 2. Liga

Werder-Torhüter Jiri Pavlenka blickt einem Torschuss entgegen.
In der aktuellen Saison kassierte Werder-Keeper Jiri Pavlenka fünf Gegentore in vier Zweitliga-Partien. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Ob beide Parteien noch einmal in Verhandlungen miteinander treten, dürfte allerdings auch davon abhängen, in welcher Liga die Bremer in der kommenden Saison auflaufen. Für Pavlenka ist jedenfalls klar, wohin die Reise geht: "Dieser Verein mit seiner Tradition kann nicht in der 2. Liga spielen."

Aber auch aus persönlicher Sicht hofft der 29-Jährige auf den Aufstieg, denn: "Noch ein Jahr 2. Liga zu spielen, kann ich mir nicht vorstellen." Heißt im Umkehrschluss: Sollten die Bremer die Rückkehr in die Bundesliga verpassen, stehen die Zeichen für Pavlenka nach fünf Werder-Jahren und – vermutlich – insgesamt sieben grün-weißen Cheftrainern auf Abschied.

Werder muss in Zukunft mit noch weniger Stadion-Zuschauern rechnen

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 1. Dezember 2021, 18:06 Uhr