Maximal 15.000 Zuschauer dürfen noch in die Fußballstadien kommen

Corona-Lage sorgt für weniger Fans im Weser-Stadion bei Werder-Spielen

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Für Werders Heimspiel am Freitag (18:30 Uhr) gegen Erzgebirge Aue gilt noch eine Ausnahme. Anschließend gilt die Regelung auch für das Bremer Weser-Stadion.

Aufgrund der bedrohlichen Corona-Lage wird es in den Fußballstadien vorerst wieder deutlich leerer. Höchstens 15.000 Zuschauer sind an den kommenden Spieltagen in den Arenen der Bundesliga zugelassen. Bundesregierung und Länderchefs einigten sich am Donnerstag darauf, dass maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden dürfen.

Für das Heimspiel von Werder am Freitagabend (18:30 Uhr) gegen Erzgebirge Aue wird jedoch noch die Regelung gelten, dass alle Personen mit einer Dauerkarte das Spiel besuchen dürfen, wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag bestätigte. Maximal 27.000 Fans könnten das Spiel somit im Weser-Stadion sehen. Anschließend werden es vorerst nur noch 15.000 Zuschauer sein.

Geisterspiele in einigen Bundesländern

In Sporthallen dürfen es höchstens 5.000 Zuschauer sein. In Regionen mit sehr hohen Infektionszahlen sollen große Veranstaltungen sogar abgesagt oder im Sport zumindest Geisterspiele durchgesetzt werden. Wo Zuschauer zugelassen sind, gilt eine Maskenpflicht und die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Möglich ist, dass zudem noch ein aktueller Coronatest nachgewiesen werden muss. "Dass man gesagt hat, das kann nicht so bleiben, wie das jetzt ist, und da eine sehr drastische Entscheidung getroffen hat, das ist gut", sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Es werde in einzelnen Ländern auch noch weiterreichende Beschränkungen geben.

In Sachsen hatte es zuletzt schon Geisterspiele gegeben. In Bayern sollen auf Vorschlag von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon an diesem Wochenende die Zuschauer beim Fußball wieder komplett ausgesperrt werden. Betroffen von der Entscheidung von Bund und Ländern dürfte auch schon der Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern am Samstag sein. Der BVB hatte schon vorab alle Tickets für die Partie storniert. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mahnte am Donnerstag die Politik zu Entscheidungen mit Maß und Mitte. Der Fußball sei kein Treiber des Infektionsgeschehens, versicherte Watzke. Auch viele weitere Liga-Vertreter hatten sich vorab für eine Zwischenlösung in der Zuschauerfrage ausgesprochen. "Spiele ohne Zuschauer würden uns vor extreme Herausforderungen stellen», hatte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart gewarnt."

Heftige Kritik am vollen Stadion in Köln

Die Deutsche Fußball Liga hatte beteuert, sie sei sich "der aktuell schwierigen Corona-Situation insbesondere mit Blick auf die Belastung des Gesundheitssystems bewusst". Für heftige Debatten hatte vor allem die Zulassung von 50 000 Zuschauern beim Bundesliga-Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag gesorgt. Diese Bilder hätten viele Bürger auch angesichts einer "ganz dramatischen Situation auf den Intensivstationen" bewegt, sagte Scholz.

Werder muss in Zukunft mit noch weniger Stadion-Zuschauern rechnen

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. Dezember 2021, 18:06 Uhr