Corona wirft Werners Premieren-Pläne bei Werder nicht über den Haufen

Werder kämpft mit dem neuen Coach Werner gegen Aue um den Anschluss

Bild: Imago | Nordphoto

Gegen Erzgebirge Aue gibt Bremens neuer Coach Ole Werder am Freitag (18:30 Uhr) sein Debüt. Vor der Partie hat er "ein gutes Gefühl" – und trotzt den Corona-Fällen im Team.

Bei Werders Heimspiel gegen Erzgebirge Aue wandern sämtliche Blicke auf den Neuen an der Weser. Was wird nach nur wenigen Tagen von Ole Werners Stil bereits auf dem Platz zu sehen sein? Und macht dies so viel Mut, um wieder an eine Aufholjagd im Kampf um den Aufstieg glauben zu können?

Die Zeit für Werner war dabei bisher natürlich begrenzt. Nur vier Einheiten konnte der neue Werder-Coach bisher bei den Bremern leiten. Eine Revolution ist allein deswegen nicht zu erwarten. Wie Werner am Donnerstag auf der Pressekonferenz berichtete, sei in der "kurzen "Woche" auf vieles zurückgegriffen worden, was die Mannschaft bereits kenne. Also auf Dinge, die auch unter Markus Anfang nicht sonderlich anders liefen. Letztlich so Werner, sei es allerdings eine Mischung. Auch er habe versucht, der Mannschaft erste eigene Ideen zu vermitteln.

Es wird am Freitagabend noch nicht zu 100 Prozent zu sehen sein, vollkommen klar. Dennoch habe ich ein gutes Gefühl, weil ich glaube, dass wir uns in der Zeit, die uns zur Verfügung stand, sehr gut vorbereitet haben.

Werder-Trainer Ole Werner auf dem Podium einer Pressekonferenz.
Ole Werner auf der Pressekonferenz am Donnerstag

Corona schränkt die Möglichkeiten ein

Aus dem Vollen schöpfen kann Werner dabei nicht. Das Coronavirus hat das Team in der vergangenen Zeit hart getroffen. Gegen die Auer werden daher die zuletzt positiv getesteten Eren Dinkci, Nicolai Rapp, Niklas Schmidt und Fabio Chiarodia fehlen. Zurück ist dafür Mitchell Weiser, der sich zuletzt in Quarantäne begeben musste.

"Es ist nicht so, dass ich kurzfristig etwas über den Haufen werfen musste" betonte Werner. Die Corona-Ausfälle sollen die Vorbereitung auf das Spiel also nicht sonderlich verändert haben. Aus seiner Zeit bei Holstein Kiel ist Werner den Umgang mit Corona-Fällen zudem gewohnt. In der vergangenen Saison musste sein Team gleich mehrmals geschlossen in Quarantäne gehen.

Pavlenka bleibt die Nummer eins

Planen kann Werner auch mit Pavlenka. Zumindest vorerst noch, denn der Torwart sprach am Mittwoch äußerst offen über einen möglichen Abschied aus Bremen.

Unter dem neuen Coach muss Pavlenka allerdings nicht befürchten, seinen Stammplatz erneut zu verlieren. Bei Anfang erhielt zunächst Michael Zetterer den Vorzug, ehe sich doch Pavlenka wieder durchsetzte. Bei Werner erhält er von Beginn an das Vertrauen..

Wo Stabilität da ist, werden wir diese beibehalten. Ohne Überraschungen auszuschließen, dort wird es keine geben.

Werder-Trainer Ole Werner auf dem Podium einer Pressekonferenz.
Ole Werner auf der Pressekonferenz am Donnerstag

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Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. Dezember 2021, 18:06 Uhr