Falck-Gala reicht nicht: 2:3-Schlappe für Werders Tischtennis-Asse

Video vom 10. September 2021
Werders Tischtennis-Profi Mattias Falck schaut frustriert nach oben.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Es war mehr drin am Freitagabend für den Bremer Bundesligisten in Fulda: Zwei Siege von Werders Topstar Mattias Falck, doch die Kollegen ließen viele Chancen liegen.

Mannschaftssport kann mitunter grausam sein, denn auch der Stärkste im Team ist am Ende nur so gut wie das schwächste Glied. In Werder Bremens drittem Auswärtsspiel in Folge war das am Freitagabend beim Bundesliga-Duell mit Fulda-Maberzell Mattias Falck.

Der Vizeweltmeister und Weltranglistenneunte hatte zuletzt intensive Trainingseinheiten geschoben, um die Zwangspausen aufzuholen, die ihm seine Knieprobleme beschert hatten – und das sichtlich mit Erfolg. Falck lieferte zwei starke Partien ab, zeigte seine bisher beste Saisonleistung.

Das war fast eine Vorführung.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Sportblitz über Mattias Falck

Szöcs und Gerassimenko verlieren

Doch die beiden Punkte des gerade 30 Jahre alt gewordenen Schweden gegen Fan Bo Meng und Ruwen Filus allein reichten Werder eben nicht zum Sieg. Hunor Szöcs konnte im ersten Einzel seine epische Pechsträhne gegen Fuldas Topspieler Quadri Aruna nicht beenden und Kirill Gerassimenko konnte die Führung in zwei Sätzen nicht halten und unterlag Alexandre Cassin schließlich nach umkämpftem Spiel mit 1:3.

Es ist enttäuschend. Besonders, weil Kirill so große Chancen hatte mit den Führungen. Aber man hat gesehen, er braucht noch etwas Zeit.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Sportblitz über Kirill Gerassimenko

Gerassimenko steckte noch der Trainingsrückstand nach seiner Corona-Quarantäne in den Knochen, zudem zwickte den 24-jährigen Kasachen die Schulter. Doch er musste an der Seite von Marcello Aguirre dann noch im entscheidenden Doppel ran – auch dort hatte das Bremer Duo in den ersten beiden Sätzen Chancen, doch es sollte nicht sein.

Die 2:3-Schlappe setzt Werder weiter unter Druck mit Blick auf Rang neun in der Tabelle. Am Sonntag wartet im Heimspiel das noch sieglose Team aus Bad Homburg als sechste Partie binnen drei Wochen vor der Pause. "Am Sonntag holen wir den Sieg und dann gewinnen wir wieder etwas Zeit", hoffte Trainer Cristian Tamas. Wunden lecken, Wehwehchen auskurieren und beim Restart in vier Wochen den Teamgeist neu wecken.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – SV Werder Bremen 3:2

Quadri Aruna – Hunor Szöcs 3:1 (11:13; 11:8; 11:7; 11:5)
Fan Bo Meng – Mattias Falck 0:3 (6:11; 6:11; 10:12)
Alexandre Cassin – Kirill Gerassimenko 3:1 (12:10; 9:11; 11:7; 11:8)
Ruwen Filus – Mattias Falck 1:3 (1:11; 8:11; 11:9; 7:11)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre 3:0 (11:7; 11:9; 11:5)

Werders Tischtennis-Coach zum Saisonstart: "Keine einfache Situation"

Video vom 4. September 2021
Werder-Trainer Cristian Tamas beim Interview am Rande des Tischtennis-Trainings in einer Sporthalle.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 10. September 2021, 18:06 Uhr