Polizeikostenstreit zwischen Werder und der DFL geht weiter

Das Bremer Oberverwaltungsgericht muss ab heute Detailfragen klären. Zum Beispiel, wer die Kosten für die Ingewahrsamnahme von Störern trägt: Die DFL oder die Störer selbst.

Polizisten stehen vor dem Stadion von Werder Bremen
Grundsätzlich hatte das Bundesverwaltungsgericht im März 2019 entschieden, dass es rechtens ist, die Polizeikosten bei Hochrisikospielen der DFL in Rechnung zu stellen. Detailfragen sind aber nach wie vor offen. (Archivbild) Bild: DPA | Anke Waelischmiller/Sven Simon

Vor dem Bremer Oberverwaltungsgericht geht am heutigen Vormittag der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Land Bremen in eine weitere Runde. Im Mittelpunkt der Verhandlung stehen erneut die Gebührenbescheide für zusätzliche Polizeikosten bei bestimmten Heimspielen von Werder Bremen, den sogenannten Hochrisikospielen. Hier müssen die Bremer Richter noch Detailfragen klären.

Es geht um einzelne Rechnungsposten, bei denen das Bremer Gericht entscheiden muss, wer sie zu tragen hat. Bei der Ingewahrsamnahme von Störern ist etwa die Frage, ob die DFL dafür aufkommen muss, oder aber die Störer selbst. Auch die Berechnungslage für Polizeistunden von externen Einheiten soll geklärt werden.

Dass es grundsätzlich rechtens ist, die Kosten für zusätzliche Polizeikräfte bei Hochrisikospielen der DFL in Rechnung zu stellen, hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im März 2019 festgestellt, für die Klärung der Detailfragen aber den Fall an das Bremer Oberverwaltungsgericht zurück verwiesen.

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Video vom 6. Dezember 2019
Ulrich Mäurer steht in einem Büro in Bremen
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Heiko Neugebauer

Dieses Thema im Programm: buten un binnen Sportblitz, 11. November 2020, 18:06 Uhr