Frust-Olympia für Werders Tischtennis-Ass Falck beendet

Tischtennis-Profi Mattias Falck fasst sich bei seinem Olympia-Aus mit dem schwedischen Team enttäuscht an die Stirn.
Bild: Reuters | Thomas Peter
Bild: Reuters | Thomas Peter

Es sollten seine Spiele in Tokio werden, doch für Mattias Falck endet der Medaillentraum am Dienstag auch mit dem schwedischen Team bereits mit dem Aus im Viertelfinale.

Und dann fiel Mattias Falck auch noch rücklings auf den Hosenboden, mit seiner ganzen Körperlänge von 1,88 Meter verlor der Schwede das Gleichgewicht und blieb einen Moment lang mit tief enttäuschter Miene auf dem Hallenboden sitzen.

Irgendwie sinnbildlich für diese Olympischen Spiele, bei denen sich der Weltranglistenneunte, der für Werder Bremen in der Bundesliga spielt, so viel mehr erhofft hatte. Nun stand es 2:7 im dritten Satz gegen den Japaner Koki Niwa und das Aus für Falck und sein schwedisches Team war nahe.

Schon im Einzel früh ausgeschieden

Tischtennis-Profi Mattias Falck schreit mit Siegerfaust seinen martialischen Jubel heraus.
Doch noch Grund zum Jubeln: Mattias Falck zeigte gegen Jun Mizutani eine starke Leistung im ersten Einzel. Bild: Reuters | Thomas Peter

Vier Punkte machte Falck noch, dann war der Olympia-Traum endgültig ausgeträumt. Mit 1:3 unterlagen die Schweden Japan mit 1:3 im Viertelfinale des Team-Wettbewerbs. Und für den 29 Jahre alten Falck enden Olympische Spiele, die so gar nicht nach Wunsch verlaufen waren.

Schon im Einzel-Wettbewerb in der Vorwoche kam direkt in seinem Auftaktmatch in der dritten Runde gegen Omar Assar das bittere Aus mit 3:4. Der Ägypter hatte in der Saison 2017/18 für Werder Bremen gespielt und war mal Teamkollege von Falck bei dessen Heimatverein Halmstad. Dennoch war Falck nach seinem Gewinn von EM-Bronze als klarer Favorit in die Partie gegangen, hatte von einer Medaille trotz der übermächtigen Chinesen geträumt. "Natürlich bin ich enttäuscht", sagte Falck hinterher, "ich hatte mir hier mehr erhofft."

Sieg gegen Mizutani einziger Lichtblick

Tischtennis-Profi Mattias Falck konzentriert beim Aufschlag im olympischen Team-Wettbewerb gegen Jun Mizutani.
Werder-Profi Mattias Falck gewann zumindest sein erstes Einzel gegen Jun Mizutani. Bild: Reuters | Thomas Peter

Mit Schweden sollte es nun zumindest im Team-Wettbewerb noch weit gehen. Schließlich spielen dort neben Vizeweltmeister Falck auch Kristian Karlsson und Anton Källberg, die mit Borussia Düsseldorf in der vergangenen Bundesligasaison Meisterschaft, Pokal und die Champions League gewonnen haben.

Gegen die USA gelang am Montag im Achtelfinale der 3:1-Sieg, wobei Falck seine Partie gegen Kanak Jha mit 1:3 verlor. Umso mehr schien er am Dienstag mit seiner starken Leistung gegen den Weltranglisten-18. Jun Mizutani doch noch die Kurve bei diesem Frust-Olympia bekommen zu haben. Nach dem erlösenden 3:1-Sieg schrie Falck seine ganze Anspannung und Freude hinaus ins zuschauerleere Tokio Metropolitan Gym.

Falck mit gutem Start gegen Niwa

Tischtennis-Profi Mattias Falck bleibt nach einem Sturz im Olympia-Match auf dem Hosenboden sitzen.
Ein bisschen sinnbildlich für Mattias Falcks Tokio-Mission: eine kleine Bruchlandung. Bild: Reuters | Thomas Peter

Mit dem Sieg hatte Falck für Schweden nach dem verlorenen Doppel zum 1:1 ausgeglichen. Und obwohl Källberg dem japanischen Wunderkind Tomokazu Harimoto einen starken Kampf bot, reichte es nicht zum Sieg. Der 18 Jahre junge Harimoto ist die Nummer vier der Welt. Markenzeichen: wildes Geschrei nach wirklich jedem Punkt.

So war es dann an Falck, das Aus für Schweden abzuwenden und zu Beginn sah es gegen den Weltranglisten-17. Niwa auch gar nicht schlecht aus. Falck konnte im ersten Durchgang seinen Satzball nicht nutzen, danach drehte der Japaner auf und Falcks Olympia-Traum endete schmerzlich auf dem Hosenboden.

Das schwedische Tischtennis-Team um Mattias Falck tief enttäuscht nach dem Olympia-Aus.
Hatten sich viel mehr bei Olympia erhofft: Das schwedische Tischtennis-Team scheitert bereits im Viertelfinale. Bild: Reuters | Thomas Peter

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 3. August 2021, 23:30 Uhr