Irritationen um den Bremer Marathon: So läuft es in diesem Jahr ab

Streit um den Bremen-Marathon ist für dieses Jahr beendet

Video vom 8. September 2021
Ein Lauffeld mit vielen Teilnehmern beim Bremer Marathon 2019.
Bild: Oliver Soller
Bild: Oliver Soller

Für laufbegeisterte Bremerinnen und Bremer wird in diesem Jahr wieder ein Marathon stattfinden. Viele Dinge bleiben gleich, einige ändern sich aufgrund der Corona-Pandemie.

Wenn interessierte Läuferinnen und Läufer im Internet derzeit nach Informationen zum Bremer Marathon suchen, könnten sie schnell enttäuscht sein. Schließlich wird auf einer Homepage, die zu den obersten Treffern in den Suchmaschinen gehört, erklärt, dass der Bremer Marathon für dieses Jahr abgesagt werden musste. Doch auch 2021 wird es einen Marathon in Bremen geben – allerdings organisiert durch einen neuen Betreiber.

Die Absage des Marathons bezieht sich nämlich auf die Veranstaltung von Utz Bertschy, der den Bremer Marathon bisher 15 Male organisiert hat. Zwischen ihm und dem Hauptsponsor SWB hat es jedoch nicht mehr gepasst. Die SWB hatte bereits im April mitgeteilt, dass Bertschy unter anderem einigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen sei und die Zusammenarbeit mit ihm beendet. Bertschy stellte dennoch einen Antrag auf Ausführung des Marathons, der allerdings abgelehnt wurde. Stattdessen wird der Marathon in diesem Jahr vom Bremer Leichtathletik-Verband veranstaltet.

Start und Ziel bleiben am Roland

Das Konzept des Marathons ist dasselbe wie in den Vorjahren: Er wird nach der corona-bedingten Absage 2020 wieder Anfang Oktober stattfinden. Terminiert ist er auf den 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit. Auch an der Route wird nicht gerüttelt. Start- und Zielpunkt bleiben der Roland auf dem Bremer Marktplatz. Als Distanzen werden der klassische Marathon (42,195 km), der Halb-Marathon (21,0975 km) und die 10 Kilometer angeboten.

Die Teilnehmer müssen mit Blick auf die Corona-Pandemie die 3G-Regelung einhalten, also entweder geimpft, genesen oder getestet sein. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden und kein Selbsttest sein. Einen Massenstart über die jeweilige Distanz wird es nicht geben. Stattdessen wird der Lauf in kleinen Gruppen begonnen. Sämtliche Läufer müssen dabei anfangs eine medizinische Maske tragen. Dieser kann sich nach 200 Metern in der sogenannten "Wegwerfzone" allerdings entledigt werden. Die Masken sollen von dort dann rasch wieder entfernt werden, damit kein "Masken-Friedhof" entsteht.

Was macht Bertschy?

Bertschy will sich wiederum nicht kleinkriegen lassen. Er plant, im kommenden Jahr erneut einen Antrag zu stellen, um den Marathon dann wieder selbst veranstalten zu dürfen. Nach der Absage in diesem Jahr bewirbt er im Internet bereits das Event, das im kommenden Jahr am ersten Oktober-Wochenende steigen soll.

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Video vom 26. Mai 2021
Läuferinnen und Läufer beim 15. Bremen-Marathon
Bild: Oliver Soller
Bild: Oliver Soller

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Autoren

  • Ariane Wirth Moderatorin
  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 8. September 2021, 18:06 Uhr