Kraftakt für den Bremer SV – erst Blumenthal, dann Bayern

Audio vom 21. August 2021
Das Vereinsschild des Bremer-Sv.
Bild: Radio Bremen
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Die Quarantäne hat der Bremer Fünftligist überstanden und der Ticketverkauf für den Pokal-Kracher am Mittwoch läuft – aber erst muss der BSV noch den Ligastart wuppen.

Es gibt in diesen Tagen viele gute Nachrichten für den Bremer SV. Keine positiven Nachrichten, das sei ausdrücklich gesagt, denn der Bremer Fünftligist hat nach zwei Corona-Fällen in der Mannschaft die Quarantäne überstanden und BSV-Projektleiter Tore Felgendreher sagt erleichtert im Gespräch mit dem Sportblitz, dass "eine erneute Absage des Pokal-Spiels ausgeschlossen" ist. Denn ab Montag ist fast die komplette Mannschaft vollständig geimpft.

Es kann also doch noch losgehen mit "dem Spiel für die Ewigkeit", wie es der Sportliche Leiter Ralf Voigt nennt – das Pokal-Duell am Mittwochabend um 20:15 Uhr gegen den FC Bayern München. Mehr David gegen Goliath geht im Fußball kaum, doch der Bremer Underdog kann es kaum erwarten. Felgendreher muss sogar eingestehen, dass die Terminverschiebung für die Organisatoren tatsächlich ein Vorteil war.

Neuer Trikotsponsor und ein Millionenpublikum

"Bis zum 6. August hätten wir vieles wohl gar nicht optimal hinbekommen", sagte der BSV-Projektleiter, dessen Arbeitstage sich seit der Auslosung am 4. Juli bis in die frühen Morgenstunden hinziehen. Die Vorbereitung ist für den kleinen Amateurverein eine echte Herkulesaufgabe, doch die Schufterei hat sich schon ausgezahlt.

Einen Trikotsponsor, der auch für die komplette Saison bleibt, konnte der BSV bereits an Land ziehen, zudem rechnet der Klub bei der Live-Übertragung auf Sport1 "mit um die vier Millionen Zuschauer", schätzt Felgendreher, "es wird weltweit übertragen". Mehr Werbung geht für einen kleinen Fußball-Klub kaum.

BSV hofft auf 10.000 Zuschauer

Und auch die Ticketverkäufe stimmen den Bremer SV zufrieden. "Wir haben bisher über 8.000 Karten verkauft", sagt Felgendreher, "wir steuern auf die 9.000 zu und 10.000 wären natürlich überragend." Dass auch viele Bayern-Fans im Weser-Stadion sein werden, ist nicht zu ändern, doch der Bremer SV hofft auf ein ausgeglichenes Fan-Lager von "50:50".

2.000 Tickets hat der Bremer SV vereinsintern verkauft und weiß diese Gruppe sicher in seinem Rücken. Hinzu kommen wohl doch mehr Zuschauer aus Bremen und umzu. Die Anfragen aus Süddeutschland seien nach der Verlegung auf den Mittwochabend stark zurückgegangen. So oder so wird es für den BSV das beste Fußball-Fest, das unter Pandemiebedingungen möglich ist. Davon sind alle im Verein überzeugt.

Vor den Bayern wartet Blumenthal

"Das sportliche Ergebnis spielt für uns keine Rolle", betont Felgendreher. Aber wann kann ein Amateur-Kicker schon mal gegen Robert Lewandowski auflaufen? Wohl nur einmal im Leben. Umso mehr will natürlich jeder BSV-Spieler zu jenen gehören, die am Mittwochabend nominiert werden. Doch da lässt sich Trainer Benjamin Eta noch gar nicht in die Karten schauen. Schließlich steht für den Bremer SV am Samstag um 13 Uhr im Heimspiel am Panzenberg erst einmal der Saisonauftakt gegen den Blumenthaler SV an.

Wer dort seine Sache gut macht, darf wohl auch auf das Bayern-Duell hoffen. Nur hängt das ebenso von der Fitness ab. Seit einer Woche ist der Bremer SV wieder im Training, doch die beiden Spieler, die positiv auf Corona getestet worden waren und die sechs weiteren, die mit in Quarantäne mussten, sind noch nicht wieder bei alter Stärke. Der Bremer SV startet mit dem Brinkumer SV als Top-Favorit in die Bremen-Liga. Doch vor und nach dem Mittwochabend wird es für das Team von Benjamin Eta vor allem darauf ankommen, die Bayern aus ihren Köpfen zu bekommen.

Das sagt Alfons van Werde vom Bremer SV zur Pokalspiel-Absage

Video vom 3. August 2021
Alfons van Werde zu Gast im Sportblitz-Studio bei buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 21. August 2021, 16:25 Uhr