Fischtown Pinguins strotzen zum DEL-Start vor Selbstbewusstsein

Audio vom 10. September 2021
Spieler der Fischtown Pinguins klettern über eine Spielfeldbande auf Eis.
Bild: Imago | Johannes Traub
Bild: Imago | Johannes Traub

Heute Abend beginnt die neue Eishockey-Saison und der kleine Klub aus Bremerhaven sorgt bereits im Vorfeld für Furore – und könnte die Großen wieder ärgern.

Die neue Eishockey-Saison der DEL hat noch gar nicht begonnen, da ist ein Team längst in aller Munde: die Fischtown Pinguins.

Völlig überraschend führt der kleine Klub aus Bremerhaven nach drei Siegen aus vier Spielen in der Champions Hockey League die Gruppe an und lässt die nationale Konkurrenz bereits aufhorchen.

Wir haben erstmal vor, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn wir dann eine bestimmte Ausgangsposition haben – wie jetzt auch in der Champions Hockey League – dann wollen wir auch eine Runde weiterkommen. Genauso wollen wir in der Liga eine gute Rolle spielen.

Pinguins-Coach Thomas Popiesch

Die Pinguins sind ein unangenehmer Gegner

Am Freitagabend beginnt für die Pinguins in Schwenningen die neue Spielzeit, am Sonntag folgt gegen die Straubing Tigers bereits das erste Heimspiel in Bremerhaven.

Wir sind alle gespannt. Heute Abend beginnt der Ernst des Lebens, dann ist alles vorher nur Makulatur.

Pinguins-Teammanager Alfred Prey bei Bremen Eins

Die Vorbereitung lief rund, dazu der Sieg beim klubinternen Turnier und nun der Traumstart beim Debüt in der Champions League – die Fischtown Pinguins scheinen mehr als bereit zu sein, erneut um die Playoffs-Plätze mitzumischen. Und für die ein oder andere Überraschung gegen die Titelanwärter zu sorgen.

Die Rolle des gallischen Dorfes ist futsch

Das Team von Trainer Thomas Popiesch hat sich in den Jahren seit dem Liga-Einstieg 2016 längst als unangenehm zu spielender Gegner in der DEL etabliert. Das liegt besonders an der starken Topreihe um Star Jan Urbas. Das Team ist zusammengeblieben, eingespielt und gut drauf. Was geht dieses Mal?

Vor einer Saison hat man immer Hoffnung, aber es wird jedes Jahr schwieriger. Die Konkurrenz rüstet kontinuierlich auf. Wir müssen schauen, dass wir mit unseren bescheidenen Mitteln einigermaßen Schritt halten können.

Pinguins-Teammanager Alfred Prey bei Bremen Eins

Doch die Rolle des kleinen gallischen Dorfes, das sich wacker mit dem kleinsten Etat in der rauen Welt der DEL behauptet, sind die Bremerhavener in dieser Saison losgeworden. Denn nach 15 Jahren gibt es in der Liga mit den Bietigheim Steelers wieder einen richtigen Aufsteiger: Meister in der 2. Liga, kleinster Etat, 40.000 Einwohner. Doch die Pinguins haben vorgemacht, wie weit es als Außenseiter gehen kann – in dieser Saison dann vielleicht mehr denn je.

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Morgen, 10. September 2021, 9:10 Uhr