"Vision Basketball-Bundesliga": Eisbären schuften für die neue Saison

Trotz wirtschaftlich schwieriger Situation wollen die Bremerhavener eines Tages wieder erstklassig spielen. Auch dank prominenter Verstärkung aus der Bundesliga.

Bei den Eisbären Bremerhaven hat die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Knapp fünf Wochen bleiben den Zweitliga-Basketballern noch, bis sie beim Heimspiel gegen die Gladiators Trier wieder gefordert sind (18. September, 19 Uhr). Aktuell stehen Kraft- und Athletiktraining auf dem Programm. Was bei Spielern traditionell nur bedingt für Freudensprünge sorgt, führt beim Eisbären-Trainer zu Gefühlsduselei.

Das ist wie Flitterwochen. Neue Jungs, neue Aufregung, neue Energie. Die Vorbereitung macht Spaß.

Eisbären-Trainer Michael Mai

Zwei neue Spieler sollen noch kommen

Eisbären-Trainer Michael Mai gibt ein Interview.
Will in der kommenden Saison attraktiven Basketball zeigen: Eisbären-Trainer Michael Mai. Bild: Radio Bremen

Bislang stehen beim Profiteam der Eisbären nur acht Spieler unter Vertrag. Zwei weitere Akteure sollen noch dazukommen. Auch wenn der Kader noch nicht komplett ist, blickt der Coach der Bremerhavener bereits frohen Mutes auf die kommende Spielzeit. "Es wird aufregend sein, uns zuzuschauen", sagt Mai. Der Grund: "Wir haben viele athletische und dynamische Jungs im Team und werden aggressiv sein, mit hohem Tempo spielen."

Einer der besagten "Jungs" ist Neuzugang Konstantin Konga. Mit der Verpflichtung des Spielmachers ist den Eisbären-Machern ein echter Transfercoup gelungen: Der 30-Jährige ist ein gestandener Erstligaspieler, hat 203 Bundesligaspiele auf dem Buckel. Dass Konga und Coach Mai sich schon seit 14 Jahren kennen, war nur einer der Gründe, warum er sich den Eisbären anschloss.

Ich komme gut mit ihm (Eisbären-Trainer Michael Mai, Anm. d. Red.) klar, wir können offen und ehrlich miteinander reden. Die letzten Jahre war er in der ProA mit jedem Team erfolgreich, jetzt wollen wir den letzten Schritt machen, um aufzusteigen.

Eisbären-Spieler Konstantin Konga

Eisbären Bremerhaven haben hohe Schulden

Eisbären-Spieler Konstantin Konga gibt ein Interview.
Neu-Eisbär Konstantin Konga kam mit einiger Erstliga-Erfahrung nach Bremerhaven. Bild: Radio Bremen

Rein sportlich betrachtet ist der Aufstieg ein nachvollziehbares Ziel für den Zweitligisten. In wirtschaftlicher Hinsicht allerdings eine riesige Herausforderung: Die Eisbären haben hohe Schulden und verfügen über kein positives Eigenkapital. Geschäftsführer Nils Ruttmann hatte daher am Ende der vergangenen Saison keine Bundesliga-Lizenz beantragt. Fraglich, ob das nach einer Corona-Saison ohne Zuschauer nun anders ist. "Grundsätzlich sind wir zuversichtlich, dass wir im Jahr 2021 weitere Altlasten abtragen können", so der Eisbären-Geschäftsführer, der noch einen weiteren, tieferen Blick in die Glaskugel wagt. "Unsere Vision ist natürlich, Bremerhaven eines Tages wieder in der Basketball-Bundesliga zu sehen."

Mehr zum Thema:

Autoren

  • Helge Hommers Redakteur und Autor
  • Niko Schleicher Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. August 2021, 18:06 Uhr