Drama um Boris Herrmann: Solo-Segler kollidiert mit Fischerboot

Ein Unfall kurz vorm Ziel verhindert womöglich den Sieg des gebürtigen Oldenburgers bei der Vendée Globe. Er kann nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit weiter segeln.

Der Weltumsegler Boris Herrmann, in seinem Segelschiff in die Kamera guckt.
Mit seiner Yacht "Seaxplorer" lag Boris Herrmann bis kurz vor dem Zieleinlauf bei der Vendee Globe auf Siegkurs. Bild: Radio Bremen

Ist das bitter: Unmittelbar vor dem Ende der Vendée Globe hat Solo-Weltumsegler Boris Herrmann wegen einer Kollision mit einem Fischerboot wahrscheinlich den Sieg verpasst. Nach Angaben seines Teams passierte der Vorfall am Mittwochabend etwa 90 Seemeilen vor dem Zielort Les Sables-d'Olonne. Der gebürtige Oldenburger blieb nach eigener Aussage unverletzt, seine Jacht "Seaexplorer" wurde jedoch beschädigt. Herrmann segelte mit reduzierter Geschwindigkeit weiter.

Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte der 39-Jährige auf dem dritten Platz gelegen. Wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden galt er bis dahin als Sieganwärter. Vor dem Vorfall war er nach Mitternacht in dem französischen Küstenort erwartet worden. Wann er nun ankommt, war am Mittwochabend noch nicht vorhersehbar. Als erster Segler hatte zuvor der französische "Apivia"-Skipper Charlie Dalin die Ziellinie gekreuzt. Der 36-jährige Profisegler und Jachtkonstrukteur beendete die Weltumseglung über 28.267,88 Seemeilen nach 80 Tagen, sechs Stunden, 15 Minuten und 47 Sekunden.

Segler Boris Herrmann kämpft bei der Vendee Globe um den Gesamtsieg

Video vom 25. Januar 2021
Boris Herrmann schaut während einer Video-Nachricht an Bord der "Seaexplorer" in die Kamera.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 28. Januar 2021, 18:06 Uhr