Bau von Wasserstoffanlage im Bremer Stahlwerk soll noch 2022 starten

Ein Stahlarbeiter am Hochofen
Bild: DPA | Roland Weihrauch
  • Rostocker Apex-Gruppe erhält Auftrag für Wasserstoffanlage
  • Kosten sollen sich auf 20 Millionen Euro belaufen
  • Anlage soll ab 2024 grünen Wasserstoff liefern

Die Bremer Wasserstoff GmbH hat den Auftrag für eine große Wasserstoffanlage am Stahlwerk von ArcelorMittal erteilt. Ausgeführt wird das Projekt von der Rostocker Apex-Gruppe. Die Elektrolyse-Anlage soll ab 2024 grünen Wasserstoff für die Stahlproduktion liefern und ist laut Apex bundesweit das erste Projekt dieser Art. Der 10-Megawatt-Reaktor wird einer der größten in Europa sein. Hinter dem Projekt stehen die Energieversorger EWE und SWB sowie ArcelorMittal. Die Baukosten betragen rund 20 Millionen Euro. Das Land Bremen schießt die Hälfte dazu.

Anlage kann 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde produzieren

Ab November 2022 solle mit der Montage der Anlage begonnen werden. Die Inbetriebnahme der Pilotanlage sei für 2024 geplant, sagte Apex-Geschäftsführer Peter Rößner. Die Elektrolyse-Anlage, der sogenannte Elektrolyseur, habe eine Produktionskapazität von 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde und könne damit jährlich bis zu 1560 Tonnen Wasserstoff produzieren, die für die Stahlproduktion genutzt werden. Dies sei, wie bei Pilotanlagen üblich, zunächst nur ein verschwindend kleiner Teil der benötigten Menge, sagte Rößner. Bislang arbeite das Unternehmen mit Gas.

Darüber hinaus richte Apex eine Trailer-Abfüllstation ein, damit das Gas auch aus externen Quellen eingespeist werden kann. "Damit ist gesichert, dass die Stahlproduktion nicht unterbrochen werden muss, falls beispielsweise der Elektrolyse-Anlage gewartet wird."

Klimaminister: "Grüner Stahl war vor vier Jahren noch ein Ferntraum"

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 6. Juli 2022, 17 Uhr