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Bremer Stahlwerk schickt Großteil der Belegschaft in Kurzarbeit

Bremer Stahlwerk schickt viele Mitarbeiter im Juni in Kurzarbeit

Bild: Radio Bremen
  • Viele Mitarbeiter werden im Juni in Kurzarbeit geschickt
  • Grund sollen Folgen des Ukraine-Kriegs sein
  • Nachfrage an Produkten der Hütte gesunken

Das Bremer Stahlwerk schickt im Juni große Teile seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit und legt mehrere Produktionsbereiche vorübergehend still. Das hat buten un binnen aus Belegschaftskreisen erfahren. Als Grund für die Maßnahme nenne die Unternehmensleitung demnach die Folgen des Ukrainekrieges.

Betriebsrat irritiert über Ankündigung des Vorstands

Zudem hat sich der Betriebsrat bei buten un binnen gemeldet: Derzeit befänden Vorstand und Betriebsrat sich noch in der Beratung und Abstimmung bezüglich der Planungen zur Kurzarbeit im Juni. Da aktuell keine Vereinbarung vorliege, sei man über die die Verkündung von Kurzarbeit durch den Vorstand überrascht und irritiert, so der Betriebsrat.

"Konkrete Auswirkungen wie extrem hohe Energiepreise, weltweite Behinderung von Handelsströmen und Ausfälle in den Lieferketten treffen unsere Branche leider sehr massiv", heiße es in einer unternehmensinternen Mitteilung. Da auch Automobil- und Bauindustrie unter den Kriegsfolgen zu leiden hätten, gehe die Nachfrage an Produkten der Bremer Hütte zurück, habe die Werksleitung erklärt.

Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Werksleitung stehen an

Das Unternehmen plane die Auftragsrückgänge zunächst mit Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzung aufzufangen. In den kommenden Wochen stünden dann weitere Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Werksleitung an, wie die Situation in den kommenden Monaten geregelt werden könne.

Das Bremer Stahlwerk ist mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden einer der größten privaten Arbeitgeber der Stadt.

Autor

  • Sebastian Manz Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Mai 2022, 19.30 Uhr