"Ein Ort, an dem wir die Kinder auch mal laufen lassen können"

Darum verlassen junge Menschen das Dorf Nartum oder kehren zurück

Bild: Radio Bremen

Melanie (37) und Udo (45) sind vor fünf Jahren nach Nartum gezogen – der Kinder wegen. Heute können sie sich nicht mehr vorstellen, in der Stadt zu leben.

"Wir waren auf der Suche nach einem Haus und sind so nach Nartum gekommen. Hier hat einfach alles gepasst: Das Haus an sich, die Lage, die Nachbarschaft. Aufs Land ziehen wollten wir, weil wir uns nach Ruhe gesehnt haben. Außerdem stand fest, dass wir Kinder haben wollen und die sollten an einem Ort aufwachsen, an dem wir sie auch mal laufen lassen können, wo sie alleine über die Straße oder mal eben zur Nachbarin gehen können.

Hier im Dorf funktioniert das Miteinander sehr gut. Die Nachbarschaft ist herzlich. Die Kinder dürfen zu jeder Uhrzeit klingeln – egal, was es ist.

Melanie und Udo Neumann, leben seit fünf Jahren in Nartum

Und man bekommt überall Hilfe. Da wird manchmal gar nicht gefragt. Da sind dann drei oder vier Männer und helfen dir beim Garten umpflügen – so war das bei uns letztes Jahr.

Wir haben hier auch schnell Kontakt gefunden, vor allem durch die Kinder, und fühlen uns im Dorf integriert. Noch mal in der Stadt zu leben, das können wir uns nicht mehr vorstellen. Wir bleiben hier in Nartum."

Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. November 2021, 19:30 Uhr