"In Schiffdorf haben wir alle Einkaufsmöglichkeiten vor der Tür"

Claas Molzen steht im Umkleidebereich einer Feuerwehr
Claas ist von Stotel über Bremerhaven nach Schiffdorf gezogen. Bild: Radio Bremen | Mirjam Benecke

Für die Feuerwehr ist Claas zurück aufs Land nach Schiffdorf gezogen. Dem 31-Jährigen ist die Gemeinschaft sehr wichtig.

"Mein Name ist Claas Molzen. Ich bin 31 Jahre alt und lebe seit zwei Jahren in Schiffdorf. Ursprünglich komme ich aus Stotel und war dort auch schon bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Dann bin ich nach der Lehre für den ersten Job nach Bremerhaven gezogen. Wir haben auch sieben Jahre lang relativ zentral an der Kennedybrücke gewohnt. Ja, aber dann hat es uns doch irgendwie wieder aufs Land gezogen. Ein Grund war auf jeden Fall die Freiwillige Feuerwehr in Schiffdorf. Dort bin ich Jugendwart und rücke auch bei Einsätzen aus.

Jedes Mal aus Bremerhaven anfahren – mit hunderten Ampeln dazwischen – da ist es teilweise unmöglich, rechtzeitig zum Einsatz zu kommen. Und man macht das ja, um anderen zu helfen. Und um rechtzeitig da zu sein. Naja, und wir wollten sowieso zurück aufs Land.

Claas Molzen, Freiwillige Feuerwehr Schiffdorf

Wir sind hier in Schiffdorf direkt an der Grenze zu Bremerhaven und haben alle Einkaufsmöglichkeiten vor der Tür. Obwohl die Stadt so nah ist, merkt man den Übergang zum Dorf direkt – als würde man durch eine Schranke fahren. Die Menschen grüßen sich, das macht schon viel aus. Man nimmt sich gegenseitig wahr und wenn es einfach nur ein stilles Nicken oder leichtes Grinsen ist.

Wir sind hier glücklich. Es ist auf jeden Fall deutlich ruhiger.

Man läuft durch die Straßen, man sagt 'Moin', man kriegt ein 'Moin' zurück. In der Stadt kennen die Leute teilweise gar kein 'Moin'. Da ist man dann doch sehr für sich.

Claas Molzen, Freiwillige Feuerwehr Schiffdorf

Im Dorf feiert man dagegen die Feste wie sie fallen. Alle paar Jahre gibt es hier ein Dorfgemeinschaftsfest von der Feuerwehr. Dann haben wir noch das Osterfeuer, wenn es dann vielleicht nach Corona mal wieder stattfindet. Und es gibt Traditionen wie den Pfingstbaum aufstellen. Dazu kommen die Ferienfreizeiten, an denen wir als Jugendfeuerwehr auch teilnehmen. Doch, wir sind schon sehr zufrieden."

Autorin

  • Mirjam Benecke Volontärin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. November 2021, 19:30 Uhr