Niedersächsischer Lehrerverband lehnt Impfungen in Schulen ab

  • Land Niedersachsen plant Impfaktionen an Schulen
  • Chef des Lehrerverbandes kritisiert das Vorhaben der Landesregierung
  • Konflikte, unter anderem mit Impfgegnern, würden in die Schulen getragen
Ein Impfausweis wird in einem Klassenzimmer ins Bild gehalten.
Bild: DPA | picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Das Vorhaben der niedersächsischen Landesregierung, nach den Sommerferien Impfaktionen an den Schulen anzubieten, stößt auf Kritik. Der Lehrerverband VBE warnt vor solchen Überlegungen. Der Landeschef des Lehrerverbandes, Franz-Josef Meyer, lehnt Vor-Ort-Impfungen an den Schulen ab .

Im NDR sagte Meyer, dass dies Konflikte in die Schulen trage. Zum Beispiel mit Impfgegnern. Desweiteren gäbe es einen Gruppenzwang, der die Jugendlichen unter Druck setzen könnte, sich impfen zu lassen. Gleichzeitig machte Meyer deutlich, dass er Impfungen von Jugendlichen für sinnvoll halte, allerdings in Impfzentren.

Das Land Niedersachsen will nach den Ferien 12- bis 17-jährigen Schülern ein Impfangebot machen. Noch ist aber nicht genau geklärt, wie dieses Angebot aussehen soll, so ein Ministeriumssprecher. Denkbar wären zum Beispiel mobile Impf-Teams, die in die Schulen kommen. Auch Nordrhein-Westfalen hatte angekündigt, nach den Ferien freiwillige Impfangebote in den Schulen zu machen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. August 2021, 12 Uhr