Fragen & Antworten

Das muss man bei der Briefwahl beachten

Ein Geburtstag, Urlaub oder eine Krankheit – immer mehr Wähler sind am Wahltag verhindert. Wer jetzt noch Briefwahl beantragen will, muss sich aber beeilen.

Ein Briefwahlunterlagen werden in ein Postkasten geworfen
Wer Briefwahl beantragen will, muss die Postwege miteinkalkulieren. Das Risiko trägt der Wähler selbst. Bild: Imago | Action Pictures
Wie funktioniert die Briefwahl?
Die Briefwahl kann jeder beantragen, der eine Wahlbenachrichtigung erhalten hat. Das geht persönlich im Wahlamt oder schriftlich per Brief, Fax, E-Mail oder per Online-Formular.
Wer nicht selbst beantragen kann, kann den Antrag auch mit einer schriftlichen Vollmacht einer anderen Person stellen, die dann die Wahlunterlagen abholt. Diese Angaben sind dabei notwendig: Familienname, Vorname, Geburtsdatum, Wohnanschrift, gegebenenfalls eine abweichende Versandanschrift.
Bis wann muss der Antrag gestellt werden?
Alle Anträge müssen bis spätestens Freitag, 22. September 2017, um 18 Uhr gestellt sein. Man erhält dann die Wahlunterlagen, gibt seine Stimme ab und schickt den Wahlbrief ans Wahlamt oder bringt ihn persönlich hin. Bis 18 Uhr am Wahltag, also am Sonntag, 24. September 2017, muss er vorliegen.
Es ist kurz vor der Wahl – wie stellt man sicher, dass es noch klappt mit der Briefwahl?
Das Wahlamt Bremen weist darauf hin, dass man am besten persönlich einen Wahlschein beantragt, wenn es nur noch wenige Tage bis zur Wahl sind. Denn das Risiko auch für längere Postlaufzeiten trage der Wähler selbst. Wer jetzt noch per Briefwahl wählen will, muss mit einkalkulieren, dass der Antrag zunächst zum Wahlamt gesendet und dort bearbeitet werden muss. Dann kommen die Unterlagen auf dem Postweg zum Wähler, und nach dem Ausfüllen muss der Wahlbrief wieder per Post zum Wahlamt.
Was ist zu tun, wenn man die Frist für den Antrag zur Briefwahl verpasst hat?
Dann kann man nur noch im Wahllokal persönlich wählen gehen. In besonderen Fällen und bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung können Wahlscheine und Briefwahlunterlagen noch bis 15 Uhr am Wahltag beantragt werden. Doch auch dabei gilt: Der Wahlbrief muss bis 18 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein.
Welche Fehler können passieren?
Unterlagen für einen falschen Wahlkreis oder zwei Wahlzettel im Umschlag – wenn das passiert, muss man sich beim Wahlamt melden und neue Unterlagen anfordern. Bisher ist es nach Angaben des Landeswahlleiters sehr selten vorgekommen, dass die Briefwahlunterlagen falsch verschickt wurden. Wenn der Wahlschein ungewöhnlich lange auf sich warten lässt, muss der Wähler selbst zum Hörer greifen und das Wahlamt informieren, sagt Landeswahlleiter Jürgen Wayand.

In Bremen und Bremerhaven gibt es mehrere Anlaufstellen, um die Briefwahl zu beantragen. Die jeweiligen Adressen und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 18. September 2017, 15:20 Uhr

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