Personalnot bei Einsatzkräften im Land Bremen nimmt durch Omikron zu

Eine Pflegekraft in Schutzausrüstung im Krankenhaus.
Bild: Radio Bremen
  • Mehr als 500 Beschäftigte fehlen bei Polizei, Feuerwehr und in den Kliniken
  • Klinikverbund Gesundheit Nord bezeichnet Lage als ernst
  • Polizei und Feuerwehr wollen notfalls Schichten reduzieren

Infektionen mit der Omikron-Variante des Corona-Virus sorgen bei Polizei, Feuerwehr und in den Kliniken im Land Bremen für größere Personalausfälle. Das hat eine Abfrage von buten un binnen ergeben. Demnach sind aktuell mehr als 500 Beschäftigte in Quarantäne. Vor allem beim Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord ist die Situation angespannt.

Auf den Stationen und in der Verwaltung der vier städtischen Kliniken fehlen im Moment rund 200 der insgesamt 8.000 Beschäftigten. Die Sprecherin des Klinikverbundes, Karen Matiszick, bezeichnete die Lage als ernst. Zwar könne man den Betrieb aktuell noch aufrechterhalten, trotzdem käme es auf einigen Stationen schon zu Engpässen. In den vier privaten Kliniken in Bremen fehlen insgesamt knapp 100 Beschäftigte. In Bremerhaven sei die Situation am Klinikum Reinkenheide angespannt aber noch beherrschbar, so ein Sprecher. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht.

Polizei und Feuerwehr haben Notfallpläne erarbeitet

Bei der Bremer Polizei gibt es aktuell gut 200 Quarantänefälle. Um die Beamten besser zu schützen, sind für den Streifendienst feste, kleine Dienstgruppen eingeführt worden. Auch die Bremer Feuerwehr hat Notfallpläne erarbeitet – sollte sich die Lage weiter zuspitzen, werde man dort Schichten reduzieren und Einsätze priorisieren. Aktuell gibt es bei der Berufsfeuerwehr 35 Quarantänefälle. Beim Energieversorger SWB hat man bereits auf die steigende Zahl von Quarantänefällen reagiert und eine kontaktlose Schichtübergabe angeordnet.

Kritische Infrastruktur: So ist die Lage in Bremen

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 22. Januar 2022, 12 Uhr