Forscher warnen: Ohne schärfere Klima-Maßnahmen sterben Korallenriffe

Fisch in einem bunten Korallenriff

Forscher stellen Forderungen auf Korallenriffkonferenz in Bremen vor

Bild: DPA | ASSOCIATED PRESS | Takumi Harada
  • Weltkorallenriffkonferenz: Wissenschaftler stellen Forderungen an Politik
  • Kommende zehn bis 20 Jahre entscheidend für Rettung der Korallen
  • Forscher fordern schärfere Klimaschutz-Maßnahmen

Bei der Weltkorallenriffkonferenz in Bremen haben internationale Wissenschaftler ihre Forderungen an die Politik vorgestellt. Die wichtigsten Korallen-Forscher hatten dabei vor allem eine Botschaft: Ohne schärfere Maßnahmen zum Klimaschutz, wird ein Großteil der Korallenriffe absterben.

Der renommierte Ökosystemforscher Hans-Otto Pörtner hat klargestellt: Wenn die weltweiten Emissionen in den kommenden zehn bis 20 Jahren nicht sinken, verlieren wir einen Großteil der weltweiten Riffe. Die Forderungen sind deswegen einfach: Den Klimawandel bekämpfen, lokale Stressfaktoren wie Überfischung und Verschmutzung beheben und mehr Geld in Lösungsansätze wie das Nachzüchten widerstandsfähiger Korallenarten investieren. Das könne jedoch nur dazu dienen, ein wenig mehr Zeit im Kampf gegen den Klimawandel zu gewinnen, sagt Pörtner.

Klimaminister der Malediven appelliert an Weltgemeinschaft

Mit einem Appell hat sich der Umwelt- und Klimaminister der Malediven, Abdullah Naseer, an die internationale Politik gewandt. Er hat gefordert, das 1,5-Grad-Ziel unbedingt einzuhalten: "Wir sind hilflos. Wir können nur die lokalen Verschmutzungen reduzieren und in dieser Hinsicht Maßnahmen ergreifen, um die Korallenriffe zu schützen. Das einzige, um das wir die Welt bitten, ist, die weltweiten Emissionen zu reduzieren. Das kann nur die Weltgemeinschaft tun."

Sein Land sei komplett von den Korallenriffen abhängig – sowohl beim Tourismus, als auch beim Schutz der Küsten. Das Leben der Menschen auf den Malediven hänge von den Riffen ab.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 5. Juli 2022, 17:00 Uhr