EU fördert Arktis-Projekt des Bremerhavener AWI mit 15 Millionen Euro

Ein Eisbär steht auf einer Eisscholle.
Bild: Alfred-Wegener-Institut | Stefan Hendricks
Bild: Alfred-Wegener-Institut | Stefan Hendricks
  • AWI leitet internationales Projekt
  • Ziel ist die Entwicklung eines Beobachtungssystems für die Arktis
  • Damit soll besser auf den Klimawandel reagiert werden können

Die EU fördert bis 2025 das Arktis-Forschungsprojekt "Arctic Passion" unter der Leitung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) mit 15 Millionen Euro. Gemeinsam mit 35 Partnern will das AWI in den kommenden Jahren ein umfassendes Umwelt-Beobachtungssystem für die Arktis entwickeln. Die Daten des Programms sollen nicht nur der Wissenschaft dienen, sondern auch von der lokalen Bevölkerung und der Wirtschaft genutzt werden können.

Die Arktis verändere sich weiter stark durch den Klimawandel, sagt der AWI-Wissenschaftler Michael Karcher, der das Projekt leitet. "Es würde dazu dienen, die bedeutsamsten Veränderungen detaillierter zu erfassen, bessere Vorhersagen machen zu können, Vermeidungs- und Anpassungsstrategien zu entwickeln und nachhaltige Entwicklung zu unterstützen", erklärt er die Bedeutung des Systems.

Im Fokus stehen unter anderem die Luftverschmutzung, das Wetter und die Permafrostböden. Dazu sollen vorhandene Daten zentral verfügbar gemacht und durch neue Messungen ergänzt werden. Unter den 35 Partnern sind Forschungs- und Wissenschaftsinstitute sowie Einheimische aus insgesamt 17 Ländern. 

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. Juni 2021, 19:30 Uhr