3 kreative Geschäftsideen für die Belebung der Bremer Innenstadt

10 Monate kostenfreie Ladenfläche in der Bremer Innenstadt — das war der Preis des Wettbewerbs der Bremer Wirtschaftsförderung. Nun stehen drei Gewinner fest.

Leere Bremer Innenstadt während des Corona-Lockdowns
Die Innenstadt beleben: Das ist das erklärte Ziel der Wirtschaftsförderung beim Wettbewerb "Pop-up-Stores". Bild: Imago | Chris Emil Janßen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind gravierend für die Bremer Innenstadt: Sie stirbt immer weiter aus. Deshalb hat der Senat im August 2020 das "Aktionsprogramm Innenstadt" ins Leben gerufen. Neben anderen Maßnahmen wurde auch der Wettbewerb "Pop-up-Stores" für kostenfreie Ladenflächen in der Innenstadt veranstaltet. Die Wirtschaftsförderung Bremen mietet leerstehende Flächen für 50 Prozent der zuletzt vereinbarten Kaltmiete an und vergibt sie dann für zehn Monate kostenfrei an die Gewinner. Angesprochen werden sollten kreative Gründer mit Ideen, die es so bis jetzt in Bremen noch nicht gibt. Aus 29 Bewerbungen wurden nun drei ausgewählt.

1 Rotierende Mode

In der Sögestraße 56 zieht nun der FAEX Pop Up Store ein. Zu kaufen gibt es Mode, allerdings mit einem anderen Konzept, als in regulären Boutiquen: Alle acht Wochen sollen im Rotationsverfahren neue Label nach Bremen gebracht werden, die es sonst in der Stadt nicht zu kaufen gibt, erklärt Gründer Ingo Müller-Dormann.

2 Second-Hand-Mode aus Skandinavien

In die Obernstraße 22-24 zieht das ursprünglich dänische Ladenkonzept "Hello Good Buy" ein. Hier gibt es saisonale Second-Hand-Mode im skandinavischen Stil.

3 Licht-Design

Als drittes Geschäft gewinnt m:pura eine Ladenfläche. In der Knochenhauerstraße 18-19 sollen 3D-Lichtobjekte verkauft werden. Dabei handelt es sich um Designobjekte, die wie ein Gemälde an der Wand hängen und als Projektionsfläche für verschiedene 3D-Animationen dienen.

Hoffnung für Bremens Innenstadt?

Andreas Heyer, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, und Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Andreas Heyer von der Wirtschaftsförderung sind mit dem Ergebnis ihres Wettbewerbes zufrieden. Bild: WFB / Frank Pusch

Die Verträge sind bereits unterschrieben und die Geschäfte richten sich nun ein. Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt zeigt sich zuversichtlich: "Alle Beteiligten haben sich mit großem Engagement eingebracht. Was uns über die Wettbewerbe für den Concept-Store und die Pop-up-Stores an Resonanz und Ideen erreicht hat, zeigt uns, dass wir — auch in der Wahrnehmung weit über Bremens Grenzen hinaus — auf dem richtigen Weg sind. Das bietet uns viele neue Ansätze."

Rückblick: Kritik an Innenstadtentwicklung – Zech fordert mehr Investitionen

Video vom 26. Januar 2021
Die große Filiale im Hanseatenhof des Mode Unternehmen C&A von außen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Februar 2021, 19:30 Uhr