Geplante Häfen-Kooperation zwischen Bremen und Hamburg ausgesetzt

Eine Containerbrücke verfrachtet Container.

Geplante Kooperation: Eurogate und HHLA setzen Gespräche aus

Bild: Imago | imagebroker
  • Betreiber von Containerterminals setzen Gespräche aus
  • Eurogate und HHLA wollen später weiter verhandeln
  • Grund für Gesprächspause sei der Ukrainekrieg

Die beiden Containerterminal-Betreiber Eurogate in Bremen und HHLA in Hamburg setzen ihre Kooperationsgespräche aus. Das bestätigten beide Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung. Als entscheidenden Faktor nennen sie den Ukraine-Krieg: Dessen Auswirkungen seien bisher "unabsehbar".

Eurogate und HHLA wollen erst wieder verhandeln, wenn die Rahmenbedingungen für eine "erfolgreiche Fortsetzung wieder stabil genug sind", heißt es in der Erklärung. Nähere Angaben dazu machen die Unternehmen nicht.

Verbund soll Terminalbeteriber stärken

Vor einigen Wochen war bereits durchgesickert, dass Unternehmensberater die Geschäftslage von Eurogate und HHLA neu bewerten sollen. Die schwierige Lage für die Logistikbranche und Probleme mit den Lieferketten bremsen das Geschäft auf beiden Seiten – deswegen die Bestandsaufnahme.

Die Gespräche laufen mittlerweile seit zwei Jahren. Dabei geht es um eine Zusammenführung der acht Containerterminals in Hamburg, Bremen und Bremerhaven. Auch die Landesregierungen der Bundesländer haben den Plan wiederholt unterstützt. Ein Verbund in der Deutschen Bucht wäre besser positioniert, um der gewachsenen Häfen-Konkurrenz im Ausland zu begegnen. Zum Verlauf der bisherigen Verhandlungen äussern sich weder Eurogate noch HHLA, man habe Stillschweigen vereinbart.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 1. Juli, 2022, 18 Uhr