Infografik

Zahlen und Fakten zur Ausbreitung des Coronavirus im Land Bremen

Wie viele bestätigte Corona-Fälle gibt es in Bremen und Bremerhaven? Wie viele Menschen sind genesen und wie viele geimpft? Hier gibt es die aktuellen Zahlen.

Mit Zahlen versuchen wir Journalistinnen und Journalisten das Infektionsgeschehen in der Corona-Krise zu beschreiben. Für die Politik sind die Werte wichtig, weil sie davon abhängig macht, welche Maßnahmen getroffen werden.

Fälle von nachgewiesenen Coronavirus-Infizierten

Flagge_Bremen_Kreis
  • +953

  • Abnehmend
  • Bremen

    700

    Bremerhaven

    715
  • Bundesland Bremen

    Erstimpfung

    91,1%

    Zweitimpfung: 87,5%

    Booster: 65,9%

    • 11.606
    • 209.877
    • 786
    • 222.269
Flagge_Niedersachsen_Kreis
  • +17.180

  • Steigend
  • Niedersachsen

    916
  • Niedersachsen

    Erstimpfung

    79,9%

    Zweitimpfung: 77,7%

    Booster: 66,4%

    • 182.838
    • 2.504.100
    • 9.736
    • 2.696.674
  • +130.728

  • Steigend
  • Deutschland

    679
  • Deutschland

    Erstimpfung

    77,8%

    Zweitimpfung: 76,2%

    Booster: 61,7%

    • 1.553.293
    • 26.978.400 d)
    • 141.519
    • 28.673.212

Quelle: Gesundheitsbehörden der Bundesländer.

  • Bremen: Bremen (Stand: 06.07. 16:00 Uhr)
  • Niedersachsen: Niedersachsen (Stand: 06.07. 03:06 Uhr)
  • Deutschland: Deutschland (Stand: 06.07. 03:06 Uhr).

Hinweise: a) Tägliche Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag b) Entwicklung der Fallzahlen der vergangenen sieben Tage im Vergleich zur Woche davor. c) Bestätigte Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz). = Inzidenzwert letzte 14 Tage. d) Hochrechnung des RKI. e) Prozentangabe gemessen an der Gesamtbevölkerung im Bundesland Bremen. Mindestens einmal Geimpfte. Vollständig Geimpfte. Eine Aufschlüsselung auf Bremen und Bremerhaven ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich. Quelle: RKI.

Je nach Entwicklung der Pandemie rücken andere Kennzahlen in den Mittelpunkt. Zu Beginn war es die absolute Zahl der Neuinfektionen, später die Verdopplungszeit (siehe unten). Virologen, Epidemiologen oder Politiker sprechen öfter auch von der Reproduktionszahl, dem R-Wert.

R-Wert

Der R-Wert beschreibt, wie viele andere Menschen ein infizierter Menschen durchschnittlich ansteckt. Liegt die Zahl bei 1, steigt die Zahl der Infizierten nicht mehr weiter an, denn eine Person steckt im Schnitt immer genau eine weitere Person an. So bleibt die Zahl der Fälle praktisch konstant. Erst wenn die Zahl kleiner als 1 wird, ebbt das Infektionsgeschehen ab.

In unserer Startgrafik zeigen wir die Zahl der Neuinfektionen gegenüber dem Vortag. Wichtig ist, dass diese Zahlen nicht das aktuelle Infektionsgeschehen abbilden, sondern ein Blick in die Vergangenheit sind. Das liegt erstens an der Inkubationszeit, also der Zeitspanne zwischen Infektion mit dem Krankheitserreger und dem Auftreten von Symptomen. Es liegt zweitens an den Meldewegen, denn positive Testergebnisse müssen erst von den Laboren an die Behörden übermittelt werden. Die Infektionszahlen spiegeln also ein Infektionsgeschehen wider, das bis zu etwa zehn Tagen zurückliegen kann.

7-Tage-Inzidenz

Mit dem Trend werfen wir einen Blick auf die vergangenen Woche (sieben Tage) und setzen diese ins Verhältnis zur Woche davor. Daraus können wir einen groben Trend ableiten. Gibt es eine Veränderung von plus zehn Prozent oder mehr, dann ist der Trend steigend. Sind es minus zehn oder mehr, dann fallen die Neuinfektionen. Liegt der Wert dazwischen, kennzeichnen wir dies mit einem waagerechten Pfeil, der eine konstante Entwicklung anzeigt.

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Tägliche Neuinfektionen im Land Bremen

Wieviele Corona-Fälle melden Bremen und Bremerhaven täglich? Und wie haben sich die Fallzahlen seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 entwickelt?

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Lage in den Bremer Krankenhäusern

Wie entwickelt sich die Situation in den Krankenhäusern im Land Bremen? Wie viele Patienten werden im Krankenhaus wegen oder mit Covid-19 behandelt? Wie viele davon müssen beatmet werden?

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Wechselnde Bedeutung von Richtwerten

Die Verdopplungszeit gibt an, wie schnell sich die Corona-Epidemie in Deutschland oder den Bundesländern ausbreitet. Dieser Wert ist vor allem dann wichtig, wenn das Infektionsgeschehen exponentiell ist. Beim exponentiellen Wachstum geht die Kurve der Infektionszahlen steil nach oben. Dies war in den ersten Wochen der Epidemie der Fall.

Doch auch im Winter 2021/2022 ist im Land Bremen ein exponentielles Infektionsgeschehen zu beobachten. Epidemiologen führen diese Entwicklung insbesondere darauf zurück, dass mit Omikron inzwischen eine besonders ansteckende Variante des Coronavirus in Bremen vorherrscht, die allerdings als nicht ganz so gefährlich gilt wie ältere Varianten des Virus, zumal für geimpfte Personen.

Hospitalisierungsinzidenz (mit und wegen Corona im Krankenhaus behandelte Patienten)

Auch deshalb orientiert sich die Politik mittlerweile an Kennzahlen, die zu Beginn der Pandemie noch nicht so sehr im Blickpunkt standen. Dazu zählen die Intensivkapazitäten der Krankenhäuser und ihre Belegungsraten sowie die daraus abgeleitete Hospitalisierungsinzidenz.

Die Hospitalisierungsinzidenz weist die hospitalisierten (also in ein Krankenhaus aufgenommene) Corona-Patientinnen und -Patienten unter den in den letzten 7 Tagen gemeldeten Fällen pro 100.000 Menschen aus. Sie gilt der Politik seit Herbst 2021 als wichtigste Kennzahl in der Pandemie. Auch das Bremer Warnstufenmodell (siehe oben) stützt sich vor allem auf die Hospitalisierungsinzidenz.

Seit Mitte Februar 2022 orientiert sich die Bremer Politik aber nicht mehr an der Hospitalisierungsinzidenz aller im Krankenhaus behandelten Fälle. Vielmehr steht die Inzidenz der Fälle, in denen Personen wegen Corona ins Krankenhaus eingeliefert wurden, im Fokus. Dadurch treten die Fälle, in denen Menschen zum Beispiel wegen eines Knochenbruchs ins Krankenhaus kommen und bei denen erst dort eine Corona-Infektion festgestellt wird, in den Hintergrund.

Der Wert der Wegen-Corona-im-Krankenhaus-Fälle bildet nun den neuen Leitindikator. Das bedeutet jedoch nicht, dass es einen Automatismus zwischen diesem und der aktuell geltenden Warnstufe gibt. Bei der Entscheidung, welche Warnstufe gerade gilt, bezieht der Bremer Senat weiterhin auch die Mit-Corona-im-Krankenhaus-Fälle und die Sieben-Tage-Inzidenz mit ein. Die Entscheidung, welche Corona-Warnstufe gilt, wird also immer anhand der in der einzelnen Situation konkret herrschenden Bedingungen gefällt.

Impfquote und mögliche Impfpflicht

Neben der Hospitalisierungsinzidenz zählt, seit es Corona-Impfstoffe gibt, die Impfquote zu den wichtigsten Kennzahlen zur pandemischen Lage. Das liegt zum einen daran, dass sich Menschen mit Impfschutz seltener anstecken als ungeimpfte Personen. Zum anderen erkranken Geimpfte, wenn sie sich doch infizieren, deutlich seltener schwer an Corona als Ungeimpfte, müssen daher auch seltener im Krankenhaus versorgt werden.

Im Land Bremen waren Ende Januar 2022 fast 90 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal, knapp 60 Prozent sogar dreimal gegen Corona geimpft. Damit nimmt Bremen im Bundesvergleich einen Spitzenplatz bei der Impfquote ein. Bundesweit waren Ende Januar erst etwa 76 Prozent der Bevölkerung einfach und 51 Prozent dreifach geimpft.

Um mehr Menschen für die Impfung gegen das Virus zu gewinnen, wird die Bundesrepublik Deutschland eventuell eine Corona-Impfpflicht einführen. Das Thema wird seit dem 26. Januar kontrovers im Bundestag diskutiert.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. Oktober 2021, 19:30 Uhr