Mehr Busse und Bahnen sollen Nahverkehr in Bremen attraktiver machen

Ein BSAG-Linienbus der Linie 24
Bild: DPA | Oliver Baumgart
  • Busse und Bahnen nur halb so oft genutzt wie vor der Pandemie
  • Takt soll auch außerhalb von Stoßzeiten verkürzt werden
  • Geplante Preiserhöhung fällt aus

In Bremen sollen die Busse und Straßenbahnen häufiger fahren. Das hat der Senat am Mittag beschlossen. Die Hoffnung: Wenn der Nahverkehr attraktiver wird, steigen wieder mehr Menschen ein. Wegen Corona haben in diesem Jahr nämlich nur halb so viele Menschen Busse und Bahnen genutzt wie vor der Pandemie.

Wir erleben gerade die vierte Welle und hatten gehofft, dass wir eigentlich Corona bald hinter uns haben und die Fahrgastzahlen wieder steigen. Das genaue Gegenteil ist eingetroffen.

Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne)

So soll es bald einen neuen Nachtbus in Bremen-Nord und Schwanewede geben. Die Buslinie in Rablinghausen wird zumindest am Wochenende bis zum Lankenauer Höft verlängert, damit das Vergnügungsareal dort besser erreichbar ist. Außerdem soll die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) laut dem Senatsbeschluss auf Dauer mehr Busse zum Güterverkehrszentrum einsetzen, wo viele Menschen arbeiten.

BSAG verzichtet auf geplante Preiserhöhung

Damit Busse und Bahnen auch in der Freizeit mehr Fahrgäste anlocken, wird nach den Sommerferien auf den beliebtesten Strecken der Takt verdichtet. So fahren einige Linien am Sonntag Nachmittag dann alle Viertelstunde statt nur alle 20 Minuten wie bisher. An anderen Tagen soll auf manchen Hauptlinien auch außerhalb des Berufsverkehrs alle siebeneinhalb Minuten ein Bus oder eine Bahn kommen. Bisher gibt es einen Zehn-Minuten-Takt. Damit der Nahverkehr auch in Nach-Corona-Zeiten wieder besser angenommen wird, verzichtet die BSAG zudem auf eine geplante Preiserhöhung zum Jahreswechsel.

Autor

  • Folkert Lenz

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Dezember 2021, 15 Uhr