Darum hat sich Löw für den Bremer Julian Brandt entschieden

Der Bremer Julian Brandt ist bei der Fußball-WM dabei. Joachim Löw hat sich für ihn und nicht für Leroy Sané entschieden. Sein Ex-Jugendtrainer erklärt warum.

Jugendtrainer Fred Wirt im Interview im Freien

Julian Brandt hat auf den Sportplätzen des SC Borgfeld das Fußballspielen gelernt. Fred Wirth war damals sein erster Trainer und Ausbilder. Auch heute hat er noch Kontakt zu seinem ehemaligen Schützling. Dass dieser jetzt für die Fußball-Weltmeisterschaft nominiert wurde, hat Wirth positiv überrascht.

Fred Wirth
Fred Wirth ist immer noch als Jugendtrainer beim SC Borgfeld tätig.

"Ich habe darauf gehofft, aber nicht wirklich daran geglaubt", sagt Fred Wirth zu seiner Nomininierung. "Aber Julian hat es verdient. Er ist die Zukunft der Nationalmannschaft."

Bundestrainer Joachim Löw hat sich für Julian Brandt entschieden und nicht für Leroy Sané, der auf der gleichen Position spielt. Viele haben das kritisiert, schließlich wurde Sané in der vergangenen Saison zum besten Nachwuchsspieler der englischen Premier League gewählt. Aber, so Wirth, man dürfe auch die Kreativität von Julian Brandt nicht unterschätzen.

Julian hat unheimlich viele Ideen in seinem Kopf. Man weiß nie, was er vorhat. Aus unmöglichen Situationen spielt er geniale Pässe.

Fred Wirth, Jugendtrainer von Julian Brandt

Jogi Löw hat von einer äußerst knappen Entscheidung zwischen Brandt und Sané gesprochen. Am Ende dürften Kleinigkeiten entschieden haben. Die Stärken von Julian Brandt abseits des Feldes könnten den Ausschlag gegeben haben. Er kann etwas mitbringen, was nur wenige haben, so Wirth: "Seine Fröhlichkeit, seine Aufrichtigkeit, seinen jugendlichen Charme - das alles kann er einbringen und das macht er auch und das freut mich."

Werders WM-Fahrer

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 5. Juni 2018, 18:06 Uhr