Interaktiv

Weser-Stadion bekommt einen neuen Namen

Werder Bremen hat einen neuen Sponsor gefunden: Die Firma Wohninvest will die Namensrechte am Weser-Stadion für 30 Millionen Euro kaufen.

Das Weserstadion.

Für drei Millionen Euro jährlich will Werder Bremen die Namensrechte für das Weser-Stadion an die Firma Wohninvest Holding GmbH abgeben. DIe Laufzeit soll zehn Jahre betragen. Der Abschluss des Vertrages mit dem in Fellbach bei Stuttgart ansässigen Unternehmen steht laut Informationen von butenunbinnen kurz bevor. Demnach soll das Weser-Stadion künftig in "Wohninvest Weserstadion" umbenannt werden.

Allerdings wird das Geld nicht direkt an den Bundesligisten fließen, sondern an die Betreibergesellschaft des Stadions, die Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS), die zu je 50 Prozent der Stadt und dem Verein gehört. Denn nach dem Umbau des Stadions bis 2011 muss die Gesellschaft weiterhin Kredite in Millionenhöhe abtragen.

Namensrechte waren schon einmal vergeben

Die Namensrechte für das Weser-Stadion liegen seit einem Jahr wieder bei Werder Bremen. Zuvor hatte der Oldenburger Energieversorger EWE für rund zehn Jahre die Rechte inne, verzichtete aber darauf, das Stadion offiziell umzubenennen. Auch EWE zahlte drei Millionen Euro pro Jahr.

Gerüchte über den Verkauf der Namensrechte gibt es schon seit einiger Zeit im Netz: Die Internetplattform "indymedia.org" hatte am Mittwoch einen Text darüber veröffentlicht. Die Autoren rufen darin zum Protest dagegen auf. Im Werder-Fan-Forum "worum.org" diskutieren die User ebenfalls seit einigen Tagen darüber.

Mit Werder sympathischer werden

Investoren aus dem Immobiliensektor stehen derzeit wegen ihrer Geschäftspraktiken deutschlandweit im Fokus. Besonders Mieterhöhungen nach der Sanierung von Altbauten sorgen für Kritik. In Berlin sind deswegen schon Enteignungen von großen Investoren politisch diskutiert worden.

Werder Bremen beginnt mit Wohninvest also wieder eine Partnerschaft, die für harsche Kritik aus dem Fanlager sorgen dürfte. Der aktuelle Trikotsponsor und Fleischproduzent Wiesenhof ist in weiten Teilen den Fanszene unbeliebt.

In den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter sind denn auch nur vereinzelt Kommentare zu lesen, die das Geschäft mit Wohninvest positiv bewerten. Die Mehrheit der Nutzer ist vom neuen Namen nicht angetan.

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Drei Klubs wahren Tradition

Nach dem Namenswechsel vom Weser-Stadion zum "Wohninvest Weserstadion" besitzen in der Bundesliga nur noch Hertha BSC (Olympiastadion), Aufsteiger Union Berlin (Stadion An der Alten Försterei) und Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park) die ursprünglichen Stadionnamen.

In dieser Karte finden Sie weitere Informationen zu den größten deutschen Fußballstadien:

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  • Bastian Mojen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 31. Mai 2019, 18:06 Uhr