So feiert Werder Weihnachten in Abstiegsnot

Werder trifft sich in der Meierei im Bürgerpark, um Weihnachten zu feiern, doch die Stimmung durch die aktuelle Lage in der Liga ist getrübt.

Davy Klaassen kniet neben einem Weihnachtsbaum.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Abstiegskampf im Advent – das hat sich wohl kein Bremer Spieler zur alljährlichen Weihnachtsfeier gewünscht. Nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten Paderborn hätten die Werder-Profis wohl lieber im stillen Kämmerlein gefeiert. Doch der Termin in der Meierei im Bürgerpark war gebucht und die Spieler mussten gute Miene zum bösen Spiel machen. Vielleicht war die Weihnachtsfeier aber auch eine gute Gelegenheit für die Werder-Profis, um einmal abzuschalten.

Es ist schwierig in Weihnachtsstimmung zu kommen, wenn wir noch drei Spiele zu absolvieren haben.

Florian Kohfeldt, Werder-Trainer

"Ich finde, das ist eigentlich eine schöne Veranstaltung, eine schöne Tradition", erklärte Trainer Florian Kohfeldt vor der Veranstaltung. Er freue sich vor allem auf seine alten Kollegen aus dem Leistungszentrum: "Man sieht sich einfach im Alltag nicht so viel und natürlich werden wir auch über Fußball reden. Das ist doch keine Frage. Wir haben ja viel zu erklären."

Zapfenstreich um 20.30 Uhr

Viel Zeit zum Feiern ließ Kohfeldt seiner Mannschaft aber nicht. Schon um 20.30 Uhr hatte er Zapfenstreich angeordnet. Bis dahin nutzte Kapitän Niklas Moisander die Zeit, um mit seinen Mannschaftskollegen auf andere Gedanken zu kommen. "Es ist gut für uns, dass wir heute Abend zusammen sitzen, gut essen und ein wenig Weihnachtsstimmung verbreiten. Natürlich ist die Situation sportlich nicht gut, aber vielleicht hilft der Abend, um wieder eine gute Stimmung zu bekommen."

Der Termin für die Weihnachtsfeier war wirklich nicht gut gewählt. Eine Niederlage liegt hinter der Mannschaft und eine zweite kündigt sich an. Am Samstag müssen die Grün-Weißen beim FC Bayern München antreten. Der Rekordmeister ist zuletzt einmal zu viel gedemütigt worden und dürfte gegen die Bremer hoch motiviert sein. "Es ist jetzt der ungünstigste Moment, um gegen die Bayern zu spielen. Die sind wahrscheinlich sehr, sehr wütend. Wir sind der Underdog, aber aus der Rolle mutig zu spielen, kann auch eine Chance für uns sein", hofft Kohfeldt.

Der Weihnachtsmann kommt nach Schweden

Noch drei Spiele müssen die Bremer vor Weihnachten bestreiten. Nach dem Duell gegen die Bayern folgen die Partien gegen Mainz und Köln. 20 Punkte nach der Hinrunde sind das große Ziel, das heißt zwei Siege sind Pflicht. "Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen, auch für unsere Fans", stellt Moisander klar.

Sollte das gelingen, dann könnte der Finne am Ende doch noch ein entspanntes und besinnliches Weihnachtsfest feiern. Moisander fährt mit seiner Familie nach Schweden – in das Land seiner Frau. "Wir werden wieder einen großen Tannenbaum haben und der Weihnachtsmann wird auch kommen. Wir haben zwei Töchter und die freuen sich schon. Weihnachten ist immer eine schöne und ruhige Zeit."

Stippvisite bei Werders Weihnachtsfeier

Ein Werder-Bremen Weihnachtsbaum Kugel.

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 10. Dezember 2019, 18:06 Uhr