Aufatmen bei Werder: Entwarnung für Rashica und Bittencourt

Beide Werder-Angreifer wurden im Spiel gegen Schalke verletzt ausgewechselt. Doch die Chancen auf einen Einsatz im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt stehen gut.

Zweikampf zwischen Milot Rashica und Michael Gregoritsch
Milot Rashica (links) musste gegen aggressive Schalker mehrfach einstecken. Bild: Gumzmedia/Pool/nordphoto | Andreas Gumz

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit zwischen Werder und Schalke ging Leonardo Bittencourt nach einem Zweikampf mit dem ungleich robusteren Salif Sané zu Boden. Beim Aufprall erlitt der 26-Jährige eine Beckenprellung. Kurz ließ er sich behandeln, dann schleppte er sich die verbleibenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff über den Platz. Nach der Pause blieb der Torschütze zum 1:0 in der Kabine. Im weiteren Spielverlauf wurde auch Milot Rashica angeschlagen ausgewechselt. Dem Torjäger machten die Adduktoren zu schaffen. Im Hinblick auf das kommende Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt gibt sich Werder jedoch optimistisch: "Bei beiden sieht es so aus, als könnten sie am Mittwoch zum Einsatz kommen", teilte der Verein am Sonntag auf seiner Homepage mit.

Füllkrug und Toprak steigern die Belastung

Leonardo Bittencourt krümmt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden.
Musste wegen einer Beckenprellung ausgewechselt werden: Werder-Stürmer Leonardo Bittencourt. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dass Werder-Trainer Florian Kohfeldt seine Mannschaft verletzungsbedingt umstellen muss, ist in der laufenden Saison eher die Regel denn die Ausnahme. Nach der Corona-Pause sprach Kohfeldt zwar von der "besten personelle Situation, die wir in dieser Saison hatten". Dennoch musste er weiterhin auf die Langzeitverletzten Ömer Toprak, Niclas Füllkrug und Kevin Möhwald verzichten. Zumindest bei Toprak und Füllkrug könnte sich daran zeitnah etwas ändern. "Beide werden voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen die Belastung steigern und anteiliges Mannschaftstraining absolvieren können", teilte Werder mit.

Sahin fällt vorerst aus

Möglich also, dass Kohfeldt im Kampf um den Klassenerhalt in einigen der restlichen Endspiele weitere personelle Optionen erhält. Vermutlich werden diese aber auch gebraucht: Zum einen wies Werders Trainer darauf hin, dass aufgrund der hohen Belastung durch die vielen englischen Wochen die Verletzungsgefahr hoch sei. Zum anderen steigt auch in Anbetracht der fünf Wechsel, die inzwischen möglich sind, für die Reservisten die Wahrscheinlichkeit, früher oder später zum Einsatz zu kommen. Das gilt auch für Spieler, die zuletzt aussortiert waren, wie etwa Johannes Eggestein. Der ebenfalls seit dem Freiburg-Spiel nicht mehr im Kader stehende Nuri Sahin kann sich hingegen fürs Erste nicht mehr empfehlen. Laut Werder habe sich der Mittelfeldspieler an der Hüfte verletzt. Vorerst stehe er der Mannschaft daher nicht zur Verfügung.

3 Gründe für Werders kleinen Aufschwung

Video vom 29. Mai 2020
Werder Bremen Trainer Florian Kohfeldt bei der Pressekonferenz.

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Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 30. Mai 2020, 19 Uhr