Werder-Trio macht Hoffnung auf das Spiel gegen Union Berlin

Acht Spieler fallen bei Werder verletzt aus. Trübsal wird deshalb aber nicht geblasen. Das liegt vor allem auch an drei Hoffnungsträgern im Bremer Team.

Niklas Füllkrug stoppt dem Ball im Training.
Die Formkurve von Niclas Füllkrug zeigt stark nach oben. Bild: Gumzmedia

Die Verzweiflung bei Werder Bremen könnte größer sein, angesichts der Länge der Verletztenliste. Panik herrscht allerdings nicht im Verein. Auch im kommenden Spiel bei Union Berlin wird eine bundesligataugliche Mannschaft auf dem Platz stehen. Und mehr als das. Drei Spieler sorgen für momentane Lichtblicke.

1 Yuya Osako

Im Jahr eins nach Max Kruse blüht Yuya Osako bei Werder Bremen richtig auf. Der Japaner ist als Zehner hinter den Spitzen der Dreh- und Angelpunkt des Bremer Offensivspiels. Schon viermal hat er in den ersten vier Pflichstspielen getroffen. Anders als zu Beginn des Jahres, als der 29-Jährige mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, ist er zurzeit topfit. Seine starke Form hat der Japaner an diesem Wochenende auch im Nationalteam bestätigt. Beim 2:0-Sieg gegen Paraguay erzielte Osako nach 23 Minuten den Führungstreffer.

Auch hat der eher schüchterne Spieler seinen Platz im Team der Bremer gefunden – auch abseits des Platzes: Er spricht Deutsch, macht Späße und ist nach dem Training auch mal länger in der Kabine. Das bessere Verständnis zeigt sich auch auf dem Platz. Yuya Osako ist eindeutig zum Leistungsträger bei den Grün-Weißen gereift.

2 Niclas Füllkrug

Niclas Füllkrug ist auf dem Weg zurück zur alten Stärke. Behutsam wurde er in der Vorbereitung von der medizinischen Abteilung aufgebaut und das scheint sich jetzt auszuzahlen. Seine lange Verletzungspause nach einem Knorpelschaden scheint der Stürmer komplett überwunden zu haben. Auch einem 90-minütigen Einsatz bei Union Berlin sollte nichts mehr im Weg stehen.

Gegen Hoffenheim stand Füllkrug zum ersten Mal in der Startelf und erzielte gleich seinen ersten Treffer. Beinahe wären es sogar zwei gewesen, doch der Videoschiedsricher verwehrte ihm das zweite Tor. Der 26-Jährige ist zweikampfstark, laufstark und besetzt konsequent das Sturmzentrum. Auch spielerisch hat sich Füllkrug stark verbessert. Sein Pass auf Yuya Osako zum 1:0 gegen den FC Augsburg war sehenswert.

3 Leonardo Bittencourt

Zugegeben, Leonardo Bittencourt hat noch kein Pflichtspiel für die Bremer bestritten, doch es gehört nicht viel Fantasie dazu, dass seine Stärken das Bremer Spiel beleben werden. Der Mittelfeldspieler ist schnell mit dem Ball, bewegt sich gut in den Zwischenräumen und will immer den Ball haben. Sein Einstand beim Testspiel gegen Hannover 96 lief schon vielversprechend. Bittencourt bereitete den einzigen Treffer von Claudio Pizarro vor.

Zudem, und das sollte man nicht unterschätzen, ist der kleine Dribbler auch stark im Zweikampf und herausragend im Gegenpressing. Attribute, die Werder gut gebrauchen kann. Im kommenden Spiel bei Union Berlin könnte Bittencourt bereits den verletzten Milot Rashica ersetzen. Einem Startelfeinsatz gegen den Aufsteiger steht nichts im Wege.

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  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 9. September 2019, 23:30 Uhr