Welche Transfers Werder schon getätigt hat – und welche folgen könnten

Am Montag geht es bei den Bremern wieder los – und das Personal ist dabei nahezu das alte. Vor allem beim Verkaufen von Spielern hapert es an der Weser noch.

Jiri Pavlenka läuft in Freizeitkleidung zum Weser-Stadion.
Torwart Jiri Pavlenka ist einer der möglichen Verkaufskandidaten bei Werder. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Am Montag geht es bei Werder wieder los. Die Mannschaft von Cheftrainer Florian Kohfeldt bereitet sich auf die neue Saison vor – und will es in dieser natürlich besser machen als in der vorherigen. Beim Kader setzen die Bremer dabei (Stand jetzt) vor allem auf altbewährte Kräfte, denn viel Bewegung gab es bisher noch nicht.

Aus der 2. Liga sind zwei Neuzugänge nach Bremen gewechselt. Jubelsprünge bei den Fans könnte es geben, falls mit Max Kruse ein einstiger Liebling zurückkehrt. Klar ist aber auch, dass die Bremer noch Spieler abgeben müssen. Ein möglicher Wechsel hat sich dabei wohl am Freitag zerschlagen.

Wer kommt – und wer könnte noch kommen?

In dieser Woche hat Werder Patrick Erras verpflichtet. Der 25-jährige wechselt ablösefrei vom 1. FC Nürnberg an die Weser und kann im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung spielen. Vor Monaten bereits hat Werder zudem den Transfer von Felix Agu perfekt gemacht. Der 20-Jährige kann auf der rechten und auf der linken Seite verteidigen und kommt ebenfalls ablösefrei vom VfL Osnabrück.

Neu ist auch Romano Schmid – und dies, obwohl der 20-jährige Mittelfeldspieler bereits seit Januar 2019 bei Werder unter Vertrag steht. Nachdem die Bremer den Österreicher von Red Bull Salzburg verpflichtet hatten, verliehen sie ihn aber zunächst an den Wolfsberger AC. Dort sammelte er Spielpraxis und machte auch in der Europa League auf sich aufmerksam. Jetzt soll er sich bei Werder durchbeißen.

Mbom treibt den Ball über das Spielfeld.
Jean Manuel Mbom bestritt in der vergangenen Saison in der 3. Liga für den KFC Uerdingen 28 Spiele. Bild: Imago | Eibner

Eine Chance erhält auch Jean Manuel Mbom. Wie Schmidt spielt der 20-Jährige im zentralen Mittelfeld. In der vergangenen Saison war er an den KFC Uerdingen verliehen. Ganz neu an der Weser ist Johan Mina. Der ecuadorianische Angreifer spielte zuletzt in seiner Heimat für den ES Emelec. In Norddeutschland bekommt der 18-Jährige zunächst aber einmal Zeit zur Akklimatisierung. Wie Sportchef Frank Baumann bereits Anfang Juni betonte, verfolgt Werder mit Mina einen ähnlichen Plan wie zuvor mit Josh Sargent, der nach seiner Ankunft in Deutschland langsam an die Profis herangeführt wurde.

Die Werder-Fans hoffen derweil noch, dass Max Kruse zu Werder zurückgekehrt. Aktuell ist aber noch offen, wie der 32-Jährige seine Zukunft plant. Und genauso offen ist, wie groß das kolportierte Interesse der Bremer an ihm wirklich ist.

Wer geht – und wer könnte noch gehen?

Verlassen hat Werder Claudio Pizarro, der mit 41 Jahren seine Karriere beendet hat. Auch Nuri Sahin spielt in der kommenden Saison nicht mehr für Werder. Zudem ist die Leihe von Kevin Vogt abgelaufen. Der Abräumer ist zur TSG Hoffenheim zurückgekehrt. Offen ist noch, wie es mit Philipp Bargfrede, Sebastian Langkamp und Fin Bartels weitergeht. Bei allen drei Spielern sind die Verträge ausgelaufen. Noch ist unsicher, ob sie ein neues Arbeitspapier erhalten.

Sicher ist, dass weitere Spieler Werder verlassen sollen, denn die Hanseaten müssen Geld einnehmen. Der aussichtsreichste Kandidat ist dabei Milot Rashica. Der Angreifer aus dem Kosovo steht bei RB Leipzig weit oben auf dem Zettel. Werder und die Sachsen liegen bezüglich der Ablösesumme aber noch weit auseinander. Deswegen soll Rashica am Montag am Bremer Trainingsauftakt teilnehmen.

Kapinos Wechsel nach Hannover hat sich zerschlagen

Ein möglicher Verkaufskandidat wäre auch Davy Klaassen gewesen. Dessen Berater Sören Lerby erklärte jüngst gegenüber der "Deichstube" aber, dass der Niederländer in Bremen bleiben möchte.

Stefanos Kapino läuft in die Werder-Kabine.
Sollte Jiri Pavlenka bei Werder bleiben, dürfte Stefanos Kapino (Bild) sich einen neuen Klub suchen. Bild: Imago | Nordphoto

Etwas tun dürfte sich noch auf der Torwart-Position. Jiri Pavlenka wäre hier der lukrativste Verkaufskandidat. Sollte der Tscheche jedoch bei Werder bleiben, dürfte Stefanos Kapino bei einem anderen Klub seine Chance als Nummer eins suchen. Zuletzt machten Gerücht über ein Interesse von Hannover 96 die Runde. Diese Tür hat sich aber am Freitag geschlossen, denn die Hannoveraner haben mit Michael Esser einen neuen Stammtorwart verpflichtet.

Werders Gerüchteküche brodelt: Wer kommt und wer geht?

Video vom 24. Juli 2020
Eine Grafik, auf der eine Herdplatte mit einem Topf und dem Wort "Gerüchteküche" zu sehen ist.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 24. Juli 2020 18:06 Uhr