Werder-Misere immer schlimmer: Auch Toprak fällt lange aus

Der Bremer Innenverteidiger hat sich gegen Hoffenheim schwer an der Wade verletzt. Noch länger muss Werder nach einer Knie-OP auf Ludwig Augustinsson verzichten.

Ömer Toprak zieht nach der Auswechslung gegen Hoffenheim das Trikot über sein Gesicht.
Ömer Toprak (rechts) musste gegen Hoffenheim aufgrund einer Verletzung an der Wade ausgewechselt werden und fällt sechs Wochen lang aus. Bild: Imago | Michael Weber

Erst 17 Minuten waren am Samstag in der Partie gegen Hoffenheim gespielt, als das Lazarett der Bremer neuen Zuwachs bekam. Bei Ömer Toprak ging es nicht weiter. Mit bandagierter Wade musste der Innenverteidiger den Platz verlassen. Und jetzt steht fest, dass er so schnell nicht zurückkehren wird – sechs Wochen wird der 30-Jährige Werder wohl fehlen. Bei einer MRT-Untersuchung wurde eine Muskel-Sehnenverletzung festgestellt.

Nach Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp ist Toprak bereits der dritte Innenverteidiger, auf den die Bremer aktuell verzichten müssen. Zugleich fällt auch Linksverteidiger Ludwig Augustinsson für weitere drei Monate aus. Der Schwede konnte in dieser Saison noch kein Spiel bestreiten und musste sich am Montag einer Knie-Arthroskopie unterziehen.

Kohfeldts Personal-Sorgen werden immer größer

Die Bremer Defensive pfeift damit aus dem letzten Loch. Schließlich fällt auch Philipp Bargfrede aktuell noch nach einer Knie-OP aus. Bargfrede ist gelernter Sechser, könnte bei Bedarf aber auch im Zentrum der Abwehr aushelfen. Stattdessen muss Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Sonntag (15:30 Uhr) im Weser-Stadion gegen den FC Augsburg wieder improvisieren. Wie nach Topraks Auswechslung gegen Hoffenheim dürfte er dabei auf Theodor Gebre Selassie als Innenverteidiger setzen. Für den Tschechen wiederum wird wohl Maximilian Eggestein als Rechtsverteidiger aushelfen.

Die Ausfälle von Augustinsson und Toprak treffen Werder schwer. Als Ausrede für schwache Auftritte möchte Kohfeldt sie allerdings nicht vorschieben.

Das ist natürlich bitter für uns, weil beide Leistungsträger in unserer Mannschaft sind. Aber wir werden nicht jammern und klagen, sondern die Situation annehmen und gegen Augsburg eine Mannschaft auf den Platz stellen, die den ersten Saisonsieg holen kann.

Florian Kohfeldt auf "werder.de"

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Bild: Imago | Nordphoto

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 27. August 2019, 18:06 Uhr