Topraks Werder-Debüt endet im Krankenhaus

Das erste Spiel von Verteidiger Ömer Toprak für die Grün-Weißen lief nicht so wie geplant. Der Neuzugang aus Dortmund verletzte sich, spielte aber zunächst weiter.

Ömer Toprak hält sich den Bauch und wird vom Werder-Arzt vom Feld begleitet.
Nach 82 Minuten war doch Schluss: Ömer Toprak hatte sich in seinem ersten Pflichtspiel für Werder Bremen eine Verletzung zugezogen und Probleme beim Atmen. Bild: Imago | Nordphoto

Direkt nach dem Abpfiff rangierte ein Krankenwagen am Hintereingang des Weser-Stadions, wo auch der Mannschaftsbus der Gästemannschaft parkt und die Spieler am Rande der Ostkurve das Stadion und ihre Umkleiden betreten. Doch es war am frühen Samstagabend kein Zuschauer, der medizinische Hilfe benötigte – es war Ömer Toprak.

Der Werder Neuzugang hatte sich in seinem ersten Pflichtspiel gegen Fortuna Düsseldorf eine Verletzung zugezogen und wurde nach Spielende ins Krankenhaus gefahren. "Es stimmt, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus ist. Ich denke aber, dass es nichts Dramatisches ist. Es ist eine Routineuntersuchung", sagte Bremens Trainer Florian Kohfeldt in der Pressekonferenz. Er betonte jedoch auch, dass er nicht alle Informationen habe. Am Samstagabend teilte der Verein mit, dass die Untersuchungen ohne Befund geblieben waren.

Zusammenprall mit Hennings

Ömer Toprak prallt beim Zweikampf mit Düsseldorfs Rouwen Hennings zusammen.
In der 28. Minute prallten Hennings (links) und Toprak im Zweikampf zusammen. Bild: Imago | Nordphoto

Toprak klagte über Schmerzen am Bauch und daraus resultierende Atembeschwerden. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit war der 30-Jährige mit Düsseldorfs Rouwen Hennings zusammengerasselt und hatte danach sichtlich zu kämpfen. Seinem neuen Nebenmann in der Abwehr, Kapitän Niklas Moisander, war aufgefallen, dass Toprak danach nicht mehr bei 100 Prozent gewesen sei. Der Finne vermutete jedoch eine Kopfverletzung und deutete an, dass Toprak besser vor der 82. Minute ausgewechselt worden wäre.

Ömer hat einen Schlag abbekommen und hatte danach Probleme mit der Luft. Er hat aber signalisiert, dass er weiterspielen kann und will. Optimal war die Situation nicht. Aber da muss ich mich auf die Selbsteinschätzung eines erfahrenen Spielers wie Ömer verlassen.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Dass Toprak beim ein oder anderen Gegentreffer der Bremer eine unglückliche Figur machte, wollte Kohfeldt jedoch nicht dem Neuzugang zuschreiben. Im Gegenteil, er nahm Toprak explizit in Schutz und betonte zudem, dass der Verteidiger erst seit einer Woche bei der Mannschaft sei.

Werder hat mit Toprak seinen ersten Transfer-Coup

Ömer Toprak und Frank Baumann halten gemeinsam Topraks Werder-Trikot mit der Nummer 21 hoch.
Bild: Imago | Nordphoto

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 17. August 2019, 19:30 Uhr