Werder gewinnt Kampfspiel auf Schalke

Vor allem zu Beginn dominierten die Bremer das Spielgeschehen. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den Werder letztendlich verdient mit 1:0 gewann.

Leonardo Bittencourt schaut dem aufs Tor fliegenden Ball nach.
Mit einem tollen Schlenzer erzielte Leonardo Bittencourt (rechts) in der 32. Minute denTreffer zum 1:0. Bild: Gumzmedia/Pool/nordphoto | Andreas Gumz

Werder Bremen hat seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigt und die Krise des FC Schalke 04 genutzt. Mit dem 1:0 (1:0)-Auswärtserfolg am Samstag in der Veltins-Arena setzte der Tabellen-17. nach dem 1:0-Sieg in Freiburg und dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach ein weiteres Ausrufezeichen im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Der Siegtreffer gelang Leonardo Bittencourt in der 32. Minute mit einem wunderschönen Distanzschuss.

Starke Balleroberung von Davy Klaassen

Bremen, mit erheblich mehr Selbstbewusstein ausgestattet, kontrollierte von der ersten Minute an das Geschehen. Schalke zog sich weit zurück und ließ Werder kombinieren. Der Szenenapplaus und die Anfeuerung von den Bremer Ersatzspielern und Betreuern machten mehr als deutlich, wer mehr in das Spielgeschehen investierte. In der 32. Spielminute nutzte Bittencourt einen Ballverlust im Spielaufbau der Königsblauen und brachte sein Team mit einem herrlichen Schlenzer aus rund 20 Metern in Front. Eingeleitet hatte den Treffer Davy Klaassen, der nach starkem Zweikampfverhalten gegen Jean-Clair Todibo den Ball an der Mittellinie erobert hatte.

Marco Friedl kämpft mit Schalkes Guido Burgstaller um den Ball.
Mit großem Kampf hielt Werders Defensiv um Marco Friedl (rechts) den Laden dicht. Bild: Gumzmedia/Pool/Nordphoto | Andreas Gumz

Ein Kopfball nach einem Freistoß von Weston McKennie war das erste Schalker Lebenszeichen (37.). Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka musste jedoch nicht eingreifen. Bis zum Halbzeitpfiff blieben die Bremer die spielbestimmende Mannschaft. Die erste ernsthafte Torchance verzeichneten die Königsblauen in der 53. Minute durch den eingewechselten Benito Raman. Er scheiterte aber aus spitzem Winkel an Pavlenka. Schalke investierte nun mehr und gestaltete die Partie offener, war aber nicht energisch genug für eine Wende.

Yuya Osako hat das 2:0 auf dem Fuß

In der Schlussphase übernahmen erneut die Bremer die Initiative. Der eingewechselte – und später aus taktischen Gründen wieder ausgewechselte – Yuya Osako hätte sogar den Treffer zum 2:0 machen müssen (88.). Statt selbst abzuschließen, legte er auf den mitgelaufenen, aber gedeckten Klaassen ab, sodass die Schalker in höchster Not klärten. Im Anschluss brachten die Bremer die Führung über die Zeit und nahmen drei so wichtige wie verdiente Zähler mit.

3 Gründe für Werders kleinen Aufschwung

Video vom 29. Mai 2020
Werder Bremen Trainer Florian Kohfeldt bei der Pressekonferenz.

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Dieses Thema im Programm: ARD-Sportschau, 30. Mai 2020, 19:00 Uhr