Wechsel von Bentaleb zu Werder wird immer wahrscheinlicher

Der FC Schalke berichtet von Gesprächen mit Werder, die Bremer wollen das nicht bestätigen. Nabil Bentaleb wechselte einst für 19 Millionen Euro ins Ruhrgebiet.

Nabil Bentaleb streckt die Fäuste in die Höhe.
Nabil Bentaleb wird wohl vom FC Schalke 04 an Werder für ein Jahr ausgeliehen. Der Mittelfeldspieler war in Gelsenkirchen in der vergangenen Saison gleich zweimal suspendiert worden. Bild: Imago | MIS

Die Transferphase verläuft für Werder bisher eher schleppend. Die Baustellen sind dabei aber klar ausgemacht: Ein vielseitiger Außenverteidiger und ein zentraler Mittelfeldspieler mit Torgefahr sollen noch kommen. Die beiden Wunschkandidaten konnten nicht an die Weser geholt werden. Benjamin Henrichs von der AS Monaco sagte den Bremern zuletzt ab und Michael Gregoritsch ist den Bremern zu teuer.

Das liebe Geld schränkt Werders Möglichkeiten arg ein, denn Topspieler sind mit einem schmalen Portemonnaie nicht zu bezahlen. Deshalb sind kreative Wege gefragt. Und einen solchen gehen Sportchef Frank Baumann und Trainer Florian Kohfeldt jetzt wohl auch bei Nabil Bentaleb vom FC Schalke 04. Wie das Online-Portal "Deichstube" berichtet, sind bei der Verpflichtung des Algeriers nur noch letzte Details zu klären. Der "WAZ" bestätigte Schalkes Kommunikationschef, dass aktuell mit Werder gesprochen wird. Werder hält sich da eher bedeckt. Auf Nachfrage von buten un binnen mochte Mediendirektor Michael Rudolph die Gespräche nicht bestätigen.

Wir bestätigen immer erst etwas, wenn es fix ist.

Michael Rudolph, Mediendirektor Werder Bremen

Bentaleb könnte Kohfeldt neue Möglichkeiten eröffnen

Bentaleb soll dabei zunächst von den Gelsenkirchenern für eine Saison ausgeliehen werden. Eine Kaufoption könnte es im Anschluss ermöglichen, den 24-Jährigen fest zu verpflichten. Beispielsweise, wenn Werder im kommenden Sommer eine satte Ablöse für Maximilian Eggestein oder Davy Klaassen erhält. Zugleich müsste Bentaleb sich in Bremen erst bewähren. An seiner sportlichen Klasse gibt es da kaum Zweifel. Der 35-malige Nationalspieler kann im Mittelfeld auf der Sechs, der Acht und der Zehn spielen – und das auf jeder Position gut. Nicht umsonst zahlten die Schalker vor zwei Jahren 19 Millionen Euro an den diesjährigen Champions-League-Finalisten Tottenham Hotspur.

Schalke suspendierte ihn gleich zweimal

Das Problem bei Bentaleb ist allerdings die Disziplin. Gleich zweimal suspendierte ihn der Ruhrpottklub in der vergangenen Saison.

Glauben Sie mir eines: Wir haben nicht grundlos zu dieser Maßnahme gegriffen. Ich finde es schade, dass ich das tun musste. Aber es ging nicht anders.

Huub Stevens, ehemaliger Trainer des FC Schalke 04

Vor der zweiten Suspendierung war Bentaleb Vater von Zwillingen geworden. Danach vergaß er, sich für das anschließende Spiel gegen RB Leipzig bei Stevens abzumelden. Bei den Schalkern spielt Bentaleb auch unter dem neuen Trainer David Wagner keine Rolle mehr. Er ist vom Training freigestellt und soll sich einen Klub suchen.

Der Fall Bentaleb erinnert an Özil

Mit Spielern, die bei Schalke unten durch waren, hat Werder dabei gute Erfahrungen gemacht. Schließlich verpflichteten die Bremer einst auch Mesut Özil vom Ruhrpott-Klub, nachdem dieser dort Zoff hatte.

Die Werder-Fans sind aber noch nicht vollauf davon überzeugt, dass Bentaleb bei den Bremern einschlägt. Viele fürchten, er könnte auch bei den Grün-Weißen Ärger machen.

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Es besteht aber auch die Hoffnung, dass Bentaleb sich bei Werder besser präsentiert.

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Wer kommt noch? Baumanns Transfer-Update

Sportchef Frank Baumann umringt von Kamerateams beim Interview.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 23. August 2019, 8 Uhr