Werder reist in Bestbesetzung nach Freiburg

Milot Rashica, Ömer Toprak, Kevin Möhwald – die Sorgenkinder der Bremer sind allesamt wieder genesen. Auch Yuya Osako ist trotz zwischenzeitlicher Quarantäne mit an Bord.

Video vom 16. Oktober 2020
Werder-Trainer Florian Kohfeldt lächelt.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

"In gewissen Abstufungen stehen mir alle Spieler zur Verfügung" – ein Satz, den man eher selten hört von Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Freiburg (Samstag, 15:30 Uhr) fiel er, eine gewisse Freude war beim 38-Jährigen nicht nur herauszuhören, sondern auch zu sehen. Aus gutem Grund: Die Bremer reisen in Bestbesetzung in den Breisgau. Auch die in der laufenden Bundesliga-Saison noch gar nicht zum Einsatz gekommenen Ömer Toprak und Milot Rashica sowie der Langzeitverletzte Kevin Möhwald sind Kader-Kandidaten.

Rundum fit ist das Trio aber noch nicht. Für Möhwald und Toprak käme ein Auflaufen von Beginn an noch zu früh. "Wir haben Ömer fürs Wochenende sicher noch nicht soweit, dass er 90 Minuten gehen kann. Gleiches gilt für Möhwald", sagte Kohfeldt. Anders sieht es bei Rashica aus: "Zwischen 30 und 45 Minuten traue ich ihm zu, vielleicht ist auch ein Startelfeinsatz drin", so der Werder-Coach. Nach Knieverletzung sowie dem Transfer-Wirrwarr und Nationalmannschafts-Ärger in der vergangenen Woche trainiere der Kosvoare wieder gut mit. "Auch vom Kopf her", so Kohfeldt. Im Vollbesitz seiner Kräfte sei er zwar noch nicht, aber auch nicht in einem "katastrophalen Zustand", wie man es nach dem Auf und Ab vermuten könnte.

Osako hat die Quarantäne überstanden

Ebenfalls mit an Bord ist Yuya Osako. Der Japaner hatte zuletzt fünf Tage hintereinander in Quarantäne verbracht, weil er mit der Nationalmannschaft bei einem Testspiel in den Niederlanden aufgelaufen war. Da das Nachbarland als Risikogebiet gilt, musste Osako fürs Erste zu Hause bleiben. Werder hatte den Einsatz abgesegnet und das weitere Prozedere vorbereitet. "Er war mit Fitnessgeräten versorgt und konnte konditionell die Grundthemen abdecken", sagte Kohfeldt. Dass Osako für Japan 90 Minuten auf dem Platz stand, habe ihm laut seines Trainers "bestimmt gut getan". Denn zuletzt stand der 30-Jährige stark in der Kritik, wurde bei seiner Auswechselung gegen Hertha am 1. Spieltag sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen. "Das hat ihn schon berührt", betonte Kohfeldt, "aber er weiß um meine Unterstützung und um die seiner Teamkollegen".

So bereitet sich Werder auf das Freiburg-Spiel vor

Video vom 15. Oktober 2020
Mehrere Werder-Spieler und Florian Kohfeldt auf dem Weg zum Training.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 16. Oktober 2020, 18:06 Uhr