Werder tritt gegen Düsseldorf mit neuer Innenverteidigung an

Werder steht nach nur einem Punkt aus fünf Spielen unter Druck und beide Abwehrchefs fehlen gegen Düsseldorf. Keine guten Bedingungen, aber Coach Kohfeldt ist optimistisch.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt auf einem Kameradisplay.
Gegen Düsseldorf werden alle Bundesliga-Augen und Kameras auf Florian Kohfeldt und die Bremer gerichtet sein. Bei dem Freitagabendspiel steht Werder unter Druck. Bild: Gumzmedia/Andreas Gumz

1 Das Thema des Tages

Wer am Freitag gegen die konterstarken Düsseldorfer verteidigen darf, scheint so gut wie sicher. Daraus wollte auch Florian Kohfeldt kein Geheimnis machen. Für den gesperrten Niklas Moisander und Milos Veljkovic, der sich im Spiel gegen Bayern am vergangenen Samstag verletzt hat, rutschen wohl Sebastian Langkamp und Marco Friedl in die Innenverteidigung. Als Außenverteidiger sind Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson gesetzt. Letzterer war zwar unter der Woche krank, soll am Freitag aber wieder eingreifen können: "Bei Ludde bin ich mir sehr sicher, dass das funktionieren wird", sagte Coach Kohfeldt am Donnerstag. Was der Trainer aber wie üblich nicht verraten wollte, ist die Formation, mit der Werder in das Spiel gegen Düsseldorf gehen wird: "Ob das eine Dreier- oder Viererkette ist, oder ob sogar beides kommt im Laufe des Spiels – was ich für fast wahrscheinlich halte – das werden wir erst im Laufe des Spiels beantworten können."

2 Die Personalie des Tages

Für den jungen Marco Friedl wird das Spiel am Freitag eine Chance zur Wiedergutmachung. Seine letzte Bundesligapartie war das 2:6 gegen Leverkusen. Damals wurde der 20-Jährige nach schwacher Leistung und einigen Fehlpässen zur Halbzeit beim Zwischenstand von 0:3 ausgewechselt. Auch damals spielte er neben Langkamp, der die Leistung noch einmal zusammenfasste: "Unser letzter gemeinsamer Auftritt gegen Leverkusen war – um jetzt nicht zu negativ ins Superlativ zu gehen, sagen wir mal – ausbaufähig." Bei Werder ist man sich aber sicher, dass sich Friedl erholt hat und auf die erneute Chance gegen Düsseldorf pocht. "Er hat diese Woche einen sehr, sehr guten Eindruck hinterlegt", lobte Langkamp die Trainingsleistungen – und auch Kohfeld schloss sich an: "Es ist wirklich nicht so, dass ich mir Sorgen um Marco mache."

3 Das Zitat des Tages

Es geht vor allen Dingen darum, dass man sich eingesteht, dass wir die letzten fünf Spiele einen Punkt geholt haben. Das ist der Druck, den wir uns selbst auferlegt haben.

Sebastian Langkamp über die aktuelle Situation bei Werder

Unser Fazit

Werder steht unter Druck. Und den hat man selbst zu verantworten – zum Teil durch die guten Leistungen zum Saisonbeginn, zum Teil durch die schwachen Ergebnisse in den letzten Wochen und außerdem durch das klar definierte Saisonziel: Internationaler Wettbewerb. In einem Heimspiel gegen Düsseldorf, den Tabellenletzten, muss eine Mannschaft mit Europa-Ambitionen gewinnen. Gerade weil die letzten Ergebnisse alles andere als berauschend waren. Dass genau das aber schiefgehen kann, haben die Bayern mit ihrem 3:3 gegen ebenjene Düsseldorfer unter Beweis gestellt. Florian Kohfeldt ist überzeugt davon, dass es Werder besser macht: "Wir wollen ein Ergebnis und wir werden dann auch ein Ergebnis liefern, da bin ich mir sehr sicher" – was im Fußballduden wohl unter "wir werden gewinnen" zu finden wäre.

  • Yannick Lemke

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Dezember 2018, 18:06 Uhr.