Darf Pizarro von Beginn an ran?

Bisher war Claudio Pizarro Werders Edel-Joker, doch am Freitagabend könnte der Rekord-Stürmer gegen Stuttgart seinen ersten Startelfeinsatz in der Rückrunde bekommen.

Pizarro legt schelmisch lachend den Kopf schräg hinter der Bühne beim Lauter-Werder-Konzert.
Immer gute Laune trotz Joker-Rolle: Claudio Pizarro in dieser Saison fünf Tore beigesteuert – drei in der Liga, zwei im Pokal. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

40 Jahre alt und immer noch besonders wertvoll für Werder Bremen: Claudio Pizarro hatte im Pokal gegen Dortmund und in der Liga gegen Hertha BSC Berlin mal wieder den Lebensretter für die Grün-Weißen gemimt mit seinen Toren. Der Oldie ist zu Werders Edel-Joker geworden, doch nach seinen famosen Auftritten stellte sich am Donnerstag die Frage, ob sich Pizarro nicht seinen ersten Startelf-Einsatz in der Rückrunde verdient hätte.

Florian Kohfeldt machte eine lange Pause, bevor er mit breitem Grinsen antwortete: "Kann man so sehen", sagte der Werder-Coach schließlich. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass Pizarro am Freitagabend um 20:30 Uhr im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart von Beginn an aufläuft?

Die Wahrscheinlichkeit ist da. Das war sie aber auch die ganze Saison schon. Was dafür sprechen könnte ist die extreme hohe Strafraumpräsenz, die Claudio hat. Er findet diese Momente in einem Spiel. Aber man muss fairerweise sagen, dass die Momente sich im Spiel erst ergeben müssen. Deshalb werden wir genau überlegen, was zu Stuttgart passt und dann ist Claudio ein Kandidat, keine Frage.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Oldie-Duell gegen Gomez möglich

Pizarro rennt jubelnd nach seinem Treffer über den Rasen, gefolgt von seinem Teamkollegen.
Der Mann für die wichtigen Momente: Claudio Pizarro (2. von rechts). Bild: Imago | Nordphoto

Fünf Tore hat Pizarro in dieser Saison beigesteuert, drei in der Bundesliga, zwei im DFB-Pokal. Er ist der älteste Torschütze der Bundesliga, aber vor allem ist er mit 195 Treffern der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesliga-Historie. Doch Bayern-Stürmer Robert Lewandowski hat nur zwei Tore Rückstand und ist zehn Jahre jünger. "Ich muss sehen, dass ich noch ein paar Tore nachlege", meinte Pizarro mit seinem typisch lausbübischen Grinsen.

Sollte er gegen Stuttgart ran dürfen, würde ihm ein anderer Oldie-Stürmer gegenüberstehen, obwohl dieser sieben Jahre jünger ist: Mario Gomez. Der bringt es in seiner Karriere bisher auf 168 Tore und Kohfeldt ist vor ihm gewarnt. "Mario Gomez ist immer noch jemand, vor dem ich sehr großen Respekt habe", meinte der Werder-Coach: "Dem sollte man den Ball nicht in Strafraumnähe geben." Gleiches gilt zweifellos für Claudio Pizarro.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 21. Februar 2019, 18:06 Uhr