Kohfeldt schiebt bei Pavlenka keine Panik – er hat ja Kapino

Werders Nummer eins musste gegen Freiburg verletzt raus und fällt für die Bayern-Spiele vielleicht aus. Für den Trainer ist das aber kein Grund zur Sorge.

Jiri Pavlenka klärt eine Flanke von Jerome Gondorf und verletzt sich dabei.
In dieser Aktion klärt Jiri Pavlenka eine scharfe Flanke von Jerome Gondorf. Dabei stieß er mit Florian Niederlechner zusammen und verletzte sich am Oberschenkel. Bild: Imago | Nordphoto

Mit einem leicht mulmigen Gefühl gingen die Werder-Fans beim 2:1-Heimsieg gegen Freiburg in die zweite Halbzeit. Zum einen, weil es zu diesem Zeitpunkt noch 0:0 stand. Werder lief also Gefahr, wichtige Punkte im Kampf um Europa liegen zu lassen. Zum anderen, weil mit Jiri Pavlenka überraschend der starke Rückhalt der Bremer ausgewechselt werden musste.

Jiri hat bei der Flanke von Jerome Gondorf einen Schlag auf den Oberschenkel gekriegt. Danach war es schwer für ihn, sich mit dem Fuß abzurücken. Und wenn ein Torwart nicht mehr springen kann, wird es dünne. Ich vermute aber, dass es nicht so schlimm ist.

Florian Kohfeldt, Cheftrainer von Werder Bremen

Kapinos erstes Pflichtspiel für Werder

Ausschließen kann Kohfeldt allerdings noch nicht, dass Pavlenka für die kommenden beiden Spiele gegen die Bayern in der Bundesliga (Samstag, 15:30 Uhr) und im Pokal-Halbfinale (24. April, 20:30 Uhr) ausfällt. Für diesen Fall würde Stefanos Kapino wieder zwischen die Pfosten rücken. Der Grieche kam als Pavlenka-Ersatz gegen Freiburg zu seinem ersten Pflichtspiel für Werder und besitzt Kohfeldts Vertrauen.

"Kapi" (Kapino, Anm. d. Red.) ist fußballerisch nahezu komplett. Er war eines der größten Torwarttalente Europas und hat in ganz jungen Jahren schon in der griechischen Nationalmannschaft gespielt. Aus verschiedenen Gründen ist er dann in den vergangenen Jahren außer Tritt gekommen. Er ist sehr mutig in der Strafraumbeherrschung und auch ein bisschen verrückt. Zudem hat er überragende Reflexe. Er ist einfach ein richtig guter Torwart.

Florian Kohfeldt, Cheftrainer von Werder Bremen

Rettungstat gegen Niederlechner

Stefanos Kapinos freut sich. Vor ihm stehen Max Kruse und Milos Veljkovic.
Grund zur Freude: Stefanos Kapino kam gegen Freiburg zu seinem ersten Pflichtspiel für Werder. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dies bewies Kapino auch gegen die Freiburger, als er in der 71. Minute einen Schuss von Florian Niederlechner parierte. Eine Parade, über die sich natürlich auch Kohfeldt freute. Freude kommt bei Kohfeldt allerdings auch auf, wenn Kapino einmal nicht parieren kann – nämlich dann, wenn die beiden gemeinsam an der Tischtennisplatte stehen und der Torwart einen Schmetterball seines Trainers nicht mehr erreicht. "In der Regel verliert er. Der Umgang mit ihm ist also sehr angenehm", scherzte Kohfeldt nach der Partie gegen Freiburg.

Sollte Kapino im Fall eines Pavlenka-Ausfalls allerdings auch gegen die Bayern in beiden Spielen den Sieg festhalten, könnte sich dies ändern. Bei zwei Erfolgen gegen die Münchner dürfte Kohfeldt ein paar Niederlagen beim Tischtennis schließlich äußerst gut verkraften können.

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 13. April 2019, 18:45 Uhr