Werder rätselt über verletzten Osako

Werders Offensiv-Wirbler Yuya Osako sei fit vom Asien Cup zurückgekehrt – so dachte Trainer Florian Kohfeldt. Nun ist der Japaner verletzt – aber wer ist schuld?

Osako wird während eines Spiels für Japan gegen Turkmenistan gefoult.
Yuya Osako hatte sich während des Asien Cups eine Verletzung am Rücken zugezogen, aber dennoch im Halbfinale und Finale für Japan gespielt. Bild: Imago | Aflosport

Florian Kohfeldt bemühte sich am Sonntagabend sehr, die richtigen Worte zu wählen. Er wollte nichts gegen den japanischen Fußball-Verband sagen, das betonte der Werder-Coach mehrfach. Doch sein Unmut über die Causa Osako war ihm deutlich anzusehen. Auch die Art, wie Kohfeldt seine Sätze betonte, ließ den Subtext seiner Botschaft unmissverständlich durchklingen.

Wir waren schon etwas überrascht, dass er wiederkommt und nicht spielfähig ist. Fakt ist, dass er nicht verletzt zur Nationalmannschaft gefahren ist.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Verletzt und trotzdem gespielt?

Yuya Osako hatte den Januar mit der japanischen Nationalmannschaft beim Asien Cup verbracht und sich dort im ersten Gruppenspiel verletzt. Eine Sehnenreizung im Rücken, nichts Dramatisches. So wurde es auch Werder Bremen kommuniziert. Doch was dann folgte, irritierte Kohfeldt.

Wir hören von einer Verletzung. Er setzt ein bisschen aus. Wir kriegen die Info, dass alles okay ist. Dann spielt er wieder, und es passiert nichts Neues. Dann gehst du doch davon aus, dass du einen gesunden Spieler wiederbekommst.

Cheftrainer von Werder Bremen Florian Kohfeldt im Interview
Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Doch Osako ist nicht gesund zurück nach Bremen gekommen, das hatte der Trainerstab im Vorfeld des Augsburg-Spiels schließlich gemerkt. Die Rückenprobleme sind nach wie vor da "und hindern ihn daran, schmerzfrei Fußball zu spielen", betonte Kohfeldt. Osako schien demnach verletzt oder zumindest nicht schmerzfrei das Halbfinale und Finale des Asien Cups mit Japan bestritten zu haben. Wie schwerwiegend Osakos Verletzung tatsächlich ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. Der Frust aber bleibt für Werder. "Einer unserer wichtigsten Spieler in der Offensive fällt erst mal aus, hoffentlich nicht allzu lange", sagte Kohfeldt.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 11. Februar 2019, 23:30 Uhr