Eintracht Frankfurt ist Kruse wohl doch zu teuer

Türkei oder doch Bundesliga? Werder-Kapitän Max Kruse ist immer noch auf Vereinssuche – aber für Eintracht Frankfurts Geschmack verlangt er offenbar zu viel Gehalt.

Max Kruse schaut nach einem Spiel enttäuscht ins Leere.
Quo vadis, Max Kruse? Viele Optionen bleiben dem scheidenden Werder-Kapitän nicht mehr, wenn er seine Gehaltsforderungen nicht relativiert. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Ein sehr gutes Blatt scheint Max Kruse bei seinem jüngsten Ausflug ins Spielerparadies Las Vegas nicht gehabt zu haben, denn er kehrte nach mehreren Pokerturnieren mit Verlusten von knapp 10.000 Euro heim. Dass diese finanziellen Einbußen der Grund sind, dass der Werder-Kapitän nun so hohe Gehaltsansprüche bei seinen potenziellen neuen Arbeitgebern stellt, ist allerdings unwahrscheinlich.

Geld hat Kruse in seiner Karriere genug verdient. Dennoch pokert er. Und bei etlichen Interessenten hat sich Kruse bereits verpokert. Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" reiht sich nun wohl auch Eintracht Frankfurt in diese illustre Gruppe ein.

Der Eintracht ist Kruse nur vier Millionen wert

Kruse und Baumann bei der der Verabschiedung im Weser-Stadion mit freundlichem Handschlag.
Von Werder und den Fans hat sich Kruse (rechts) längst verabschiedet – Sportchef Baumann betonte, es gäbe keinen Weg zurück. Bild: Imago | Oliver Ruhnke

Wie bereits türkische und deutsche Medien übereinstimmend berichteten, soll Kruses Gehaltsforderung bei üppigen sechs Millionen Euro liegen. Das sei auch den Frankfurtern viel zu viel, wie die "Frankfurter Rundschau" erfahren hat. Bereits andere Klubs hatten schon dankend abgelehnt. Die Gehaltsvorstellungen zwischen Kruse und der Eintracht klaffen ebenfalls weit auseinander. Denn bei den Hessen ist Ante Rebic mit fünf Millionen Euro jährlich der Top-Verdiener und mehr als vier Millionen wolle die Eintracht für Kruse nicht zahlen, so heißt es.

Frankfurts Trainer Adi Hütter soll zwar ein Fan des Bremer Kapitäns sein, doch Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner setzen bei den Verhandlungen die finanzielle Schmerzgrenze. Und da steht auf der einen Seite zwar Werders bester Spieler der Saison, das Herz und Hirn der Mannschaft. Doch die nackten Zahlen stehen dagegen: Kruse ist 31 Jahre alt, zwar ablösefrei, verlangt aber sechs Millionen Euro pro Jahr. In den vergangenen sieben Jahren hat er vier Mal den Verein gewechselt. Sollte Kruse dann nach zwei bis drei Jahren die Eintracht wieder verlassen, wäre er fast 34 Jahre alt und würde sicherlich keine lukrative Ablösesumme mehr für die Hessen einbringen. Das kühle Rechenspiel spricht klar gegen Kruse und sollte er seine Vorstellungen nicht reduzieren, blieben ihm wohl nur noch Fenerbahce Istanbul und Galatasaray Istanbul als allerletzte Optionen.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. Juni 2019, 18:06 Uhr