Weitere Neuzugänge bei Werder Bremen sollen folgen

Nach Kevin Möhwald hat Werder Bremen auch den Japaner Yuya Osako für die kommende Saison verpflichtet. Das soll aber erst der Anfang sein.

Yuya Osako
Yuya Osako hatte eine Abstiegsklausel in seinem Vertrag und konnte ablösefrei zu den Bremern wechseln. Bild: Imago | Laci Perenyi

Bereits am Dienstagmittag wurde Yuya Osako beim Verlassen des Klinikums Links der Weser gesichtet, wo der Japaner vom 1. FC Köln seinen Medizincheck absolvierte und damit die letzte Hürde vor seiner Verpflichtung nahm. Am Mittwoch wurde schließlich Vollzug vermeldet.

Wir hätten Osako gern gehabt. Er stand bei uns auf der Liste.

Martin Kind, Präsident Hannover 96

Hannover 96 war an ihm interessiert und auch der Aufsteiger aus Düsseldorf wollte ihn gerne haben – doch Osako entschied sich für Werder. Zuletzt war sein Teamkollege Leonardo Bittencourt bei den Bremern im Gespräch gewesen, doch der unterschrieb bei der TSG Hoffenheim.

Frank Baumann im Interview

Erster Japaner bei Werder seit Okudera

Osako kam in der vergangenen Spielzeit 25 Mal für den 1. FC Köln zum Einsatz, erzielte dabei vier Tore und legte zwei weitere vor. Der Japaner hat zwar noch einen Vertrag bis 2020, kann aber aufgrund des Abstiegs dank einer Klausel wechseln. Osako ist seit Yasuhiko Okudera (1981 bis 1986) der erste Japaner bei Werder Bremen.

Ich habe Werder in den letzten Jahren als Verein mit großartigen Fans und viel Tradition wahrgenommen.

Yuya Osako, Neuzugang Werder Bremen

Bereits am Dienstag hatten die Bremer die Verpflichting von Kevin Möhwald bekannt gegeben. Das war allerdings keine große Überraschung mehr. Bereits seit Anfang April gab es Medienberichte, dass sich Werder und der Nürnberger Mittelfeldspieler einig seien. Sportchef Frank Baumann hat mit Möhwald einen guten Griff getan, der 24-Jährige wechselt ablösefrei an die Weser.

Bei Werder kommt in diesen Tage also ordentlich Schwung in das Personalkarussel. Zlatko Junuzovic wurde schon verabschiedet, Ishak Belfodil weggeschickt und zuletzt bekam Thomas Delaney von Trainer Florian Kohfeldt ein Ultimatum gestellt: Bis nach der WM muss sich der Däne entschieden haben, ob er bleibt oder geht. Möglichen Wechseln von Torhüter Jiri Pavlenka und Ludwig Augustinsson erteilte Kohfeldt dagegen eine Absage.

Kohfeldt lässt sich nicht in die Karten schauen

Mit welchen Spielern wird sich Werder noch verstärken? Und auf welcher Position? Bereits im Februar haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt und Profile für Neuzugänge erarbeitet. In die Karten lässt sich Trainer Florian Kohfeldt aber nicht schauen: "Wenn ich jetzt genaue Positionen nenne, werden mögliche Kandidaten für uns gleich drei Millionen Euro teurer", sagte er in einem Interview mit der "Deichstube".

In den Bereichen Torwart und Innenverteidigung sind die Bremer jedenfalls gut aufgestellt. Milos Veljkovic, Sebastian Langkamp und Marco Friedl haben alle Bundesliga-Niveau, dazu kommt mit Niklas Moisander noch ein absoluter Topspieler. Auch Florian Kohfeldt ist von diesem Quartett überzeugt. Vor allem auch, weil es eine gute Mischung aus jung und alt ist.

Im Mittelfeld und Angriff dürfte es dagegen noch Bedarf geben. Auch wenn der verletzte Fin Bartels wieder in die Mannschaft zurückkehren wird. Nur 37 Treffer in der abgelaufenen Saison haben gezeigt, dass vor allem in der Offensive der Schwachpunkt der Bremer liegt. Nur auf Max Kruse wollen sich die Bremer in der kommenden Saison nicht verlassen. Die Verpflichtung von Osako war der erste Schritt. "Es wird noch ein, zwei Neuzugänge geben", sagte Sportchef Frank Baumann.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 16. Mai 2018, 18:06 Uhr