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Umfrage: Was war das Beste an der Werder-Saison?

Für die Fans und den Verein war die Saison 2018/2019 eine der erfolgreichsten seit Jahren. Wir schauen zurück und fragen: Was hat Ihnen am besten gefallen?

Die Werder-Mannschaft hält nach dem letzten Saisonspiel auf dem Rasen des Weser-Stadions ein Plakat mit dem Schriftzug "Was für eine laute Saison. Danke." hoch.
Saisonabschluss im Weser-Stadion nach dem letzten Spiel: Die Mannschaft bedankt sich bei ihren Fans. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Rashica haut in Frankfurt einen Freistoß unter die Latte, Claudio Pizarro verlängert seinen Vertrag vor dem letzten Heimspiel im Weser-Stadion und Fin Bartels feiert nach einer gefühlten Ewigkeit sein Comeback – die Liste setzt sich fort, denn es gab so viele Gründe zur Freude für die Fans in der Saison von Werder Bremen. Darum haben wir Ihnen als Gedächtnisstütze weiter unten kurze Erklärungen zu den Ereignissen zusammengestellt. Viel Spaß beim Durchstöbern und Abstimmen!

Was war Ihr Highlight in der Saison 2018/2019?

So wurde abgestimmt

  • Der Rashica-Freistoß 3%.
  • Die doppelte Premiere des Josh Sargent 1%.
  • Der Werder-Geburtstag 2%.
  • Das DFB-Pokal-Achtelfinale in Dortmund 59%.
  • Das Bartels-Comeback 3%.
  • Der Trainer des Jahres 8%.
  • Die Eggestein-Verlängerungen 3%.
  • Die Serien 4%.
  • Das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayern 9%.
  • Die Pizarro-Verlängerung 7%.
  • Der Kapitän 1%.

Abgegebene Stimmen: 283

Das Ergebnis der Befragung ist nicht repräsentativ

1 Der Rashica-Kunstschuss

Milot Rashica trifft per Freistoss zum 1:2 Sieg gegen Eintracht Frankfurt
Unhaltbar: Milot Rashica nimmt Maß und schießt Werder kurz vor Schluss in Führung. Bild: Imago | Eibner

Los geht es mit der ersten Auswärtspartie am 2. Spieltag in Frankfurt: Die Nachspielzeit ist fast um, Spielstand 1:1. Milot Rashica tritt an zum Freistoß, zirkelt über die Frankfurter Mauer. Und Tor! Der Ball schlägt unhaltbar im Frankfurter Kasten zum 2:1-Endstand für Werder ein. Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte Rashica erst in der 83. Minute für Philipp Bargfrede eingewechselt. Stürmer für Defensivabräumer, voll auf Sieg war die Devise. Der Plan ging auf.

2 Die doppelte Premiere des Josh Sargent

Josh Sargents erstes Bundesligator im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf
Mann und Ball im Tor, Treffer zählt. Der Ball wäre aber auch ohne Sargents Kopfball reingegangen. Bild: Imago | Jan Huebner

Gegen Düsseldorf (14. Spieltag) wechselt Florian Kohfeldt beim Stand von 2:1 in der 76. Minute den erst 18 Jahre alten US-Amerikaner Josh Sargent zu seinem Bundesligadebüt ein. Und wie der Fußball nun mal so ist: 90 Sekunden später jubelt das Weser-Stadion über das 3:1 – und Sargent hat im ersten Bundesligaspiel Treffer Nummer 1 auf seinem Konto. Besser kann ein Debüt nicht laufen. So gut geht es für Sargent allerdings nicht weiter. In der gesamten Saison darf er zwar noch neunmal auflaufen, in den letzten elf Saisonspielen steht er aber nur noch ein Mal gegen Mainz auf dem Rasen. Und nur gegen Leipzig kann er nochmals treffen. Aber den ersten Treffer im Weser-Stadion wird er wohl niemals vergessen.

3 Der Werder-Geburtstag

Vom Marktplatz bis zum Stadion: Fanmarsch zum Werder-Jubiläum

Werder Fans sammeln sich am Osterdeich und halten einen großen Banner.

Am 21. Spieltag empfängt Werder Bremen den FC Augsburg im Weser-Stadion. Ein besonderes Spiel, denn Werder hat in der Woche seinen 120. Geburtstag. Die Fans ziehen in einem Marsch vom Marktplatz bis zum Stadion und feiern mit einer Choreo in der Ostkurve. Die Prominenz feiert im Parkhotel. Zu Gast sind beispielsweise Jonny Otten, Uli Borowka und Max Lorenz, über dessen Erscheinen im Ballsaal sich die Besucher besonders freuen. Denn Lorenz hat eine Herz-Operation hinter sich und mehrere Wochen im Koma gelegen.

4 Das DFB-Pokal-Achtelfinale in Dortmund

Werder-Wahnsinn gegen Dortmund – das sind die Tore

Spieler von Werder Bremen jubeln nach dem Sieg gegen Dortmund im DFB_Pokal
Bild: Imago | Kolvenbach

Es ist eines dieser Wahnsinnspiele, die in die Geschichte eingehen. Werder muss am 5. Februar im Pokal-Achtelfinale nach Dortmund. Eine schwere Aufgabe, die Borussen spielen zu dem Zeitpunkt berauschenden Fußball. Werder hatte im Ligaspiel Mitte Dezember wenig Chancen in Dortmund. Die Dortmunder Offensivmaschine mit Paco Alcacer, Jadon Sancho und Marco Reus ist wahnsinnig schnell. Aber der Pokal hat bekanntlich eigene Gesetze. Werder geht früh durch ein Tor von Milot Rashica in Führung, Dortmund gleicht noch in der ersten Hälfte aus. Richtig ab geht es dann in Verlängerung. Vier Tore fallen in den dreißig Minuten, ein Auf und Ab der Gefühle für alle Fans. Egal, für welchen der beiden Klubs sie einstehen. Am Ende triumphiert Werder mit 2:4 im Elfmeterschießen. Für Werder treffen Claudio Pizarro, Maximilian Eggestein, Davy Klaassen und Max Kruse.

5 Das Bartels-Comeback

Fin Bartels wird eingewechselt
Nach mehr als eineinhalb Jahren des Wartens darf Fin Bartels wieder im Weser-Stadion auflaufen. Bild: Imago | MIS

Am 25. Spieltag gewinnt Werder gegen Schalke mit 4:2. In der 84. Minute nimmt Florian Kohfeldt den zweifachen Torschützen Milot Rashica vom Platz. Als der Stadionsprecher den neuen Spieler ankündigt, dröhnt ein dreifaches "Bartels!" durch das Weser-Stadion. Emotionen pur! Denn fast eineinhalb Jahre war der Stürmer wegen eines Achillessehnen-Risses nicht mehr für die Profis im Einsatz, nun ist er wieder da. Mit Sicherheit sind an diesem Tag auch bei einigen Zuschauern Tränen der Rührung geflossen. In der darauffolgenden Woche setzte Kohfeldt den 32-jährigen auch gegen Leverkusen ein. Danach fiel Bartels wegen Muskelproblemen für den Rest der Saison aus.

6 Der Trainer des Jahres

Kohfeldt zum "Trainer des Jahres" gekürt

Werders Trainer Sebastian Kohfeldt bei einer Preisverleihung zum Trainer des Jahres 2018.

Klare Worte, sensationelle Arbeit und gelebte Emotionen: Florian Kohfeldt findet in dieser Saison endgültig den Weg in die Herzen der Werder-Fans. In Bremen werden Erinnerungen an die ruhmreichen Zeiten unter Thomas Schaaf wach. Nach vielen schlechten Jahren entwickelt sich die Mannschaft unter Kohfeldt zu einem echten Anwärter auf die Europapokal-Plätze. Ein Ziel, das Werder ausgegeben hat. Zu Saisonbeginn belächeln viele Experten dies noch, am Ende hält sich Werder bis zum letzten Spieltag die Chance offen. Geklappt hat es bekanntlich nicht. Aber die Arbeit von Trainer Kohfeldt beeindruckt auch die Fachwelt: Der DFB kürt ihn Ende März zum "Trainer des Jahres 2018".

7 Die Eggestein-Verlängerungen

Maximilian Eggestein und  Johannes Eggestein jubeln über ein Tor
Vertragsverlängerungen mit großer Symbolkraft: Anfang April entscheiden sich die Eggestein-Brüder Maximilian (l.) und Johannes für Werder Bremen. Bild: Imago | foto2press

Die Erleichterung der Fans ist groß, als Anfang April – zwei Tage nach seinem jüngeren Bruder Johannes – auch Maximilian Eggestein bei Werder verlängert. Die Geschwister zählen zu den größten Talenten im deutschen Fußball, beide waren auch von Topklubs umworben. Borussia Dortmund soll großes Interesse an Maximilian Eggestein gehabt haben, der von Joachim Löw sogar eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen hat. Trotzdem entscheiden sich beide Eggesteins für Werder, Gespräche mit anderen Klubs führen sie laut eigener Aussage nicht. Eindeutiger geht ein Bekenntnis zum Klub kaum.

8 Die Serien

Anzeigetafeln, die Spielstände anzeigen, bei denen Werder gewonnen hat
Ein Spiel ohne Werder-Tor? Bis zum 30. Bundesligaspieltag nicht vorstellbar. Bild: Imago | Nordphoto

2018/2019 ist die Saison der Serien für Werder. Saisonübergreifend seit 1988 sind die Grün-Weißen 37 DFB-Pokal-Spiele lang im Weser-Stadion ungeschlagen. In der laufenden Saison haben die Bremer zudem pro Spiel mindestens ein Tor erzielt und in 14 Pflichtpartien im Jahr 2019 nicht verloren. Dann kommen die Spielverderber. Die Bayern besiegen Werder in der Liga (30. Spieltag) durch einen abgefälschten Schuss von Niklas Süle und vier Tage später im DFB-Pokal durch einen Elfmeter, der keiner war. Serien gerissen. Aber Werder hat für Aufsehen gesorgt.

9 Das DFB-Pokal-Halbfinale in Bremen

Menschen jubeln vor dem Weserstadion Werder Bremen zu

Nach dem sensationellen Sieg im Achtelfinale in Dortmund trifft Werder im Halbfinale des DFB-Pokals auf Bayern München. Spielort ist das Weser-Stadion. Die Werder-Fans legen sich für dieses Event mächtig ins Zeug. Die Stadt ist im Pokal-Rausch. Tausende empfangen den Spielerbus an der Rampe vom Osterdeich. Und im Stadion tauchen Zehntausende Fahnen das Rund in Grün und Weiß. Während der Choreo in der Ostkurve hält eine riesengroße Werder-Möwe den DFB-Pokal bereits in den Armen. Geklappt hat es nicht mit dem Sieg, aber Fußballdeutschland bewundert in dem Moment die Anhängerschaft der Bremer.

10 Die Pizarro-Verlängerung

Claudio Pizarro klatscht dem Weser-Stadion Applaus nachdem er seine Vertragsverlängerung bekannt gegeben hat.
Claudio Pizarro klatscht dem Weser-Stadion Applaus nachdem er seine Vertragsverlängerung bekannt gegeben hat. Bild: Imago | Oliver Ruhnke

Macht er's nochmal? Hängt er noch eins dran? Das ist eine der Fragen, die bis zum letzten Spieltag der Saison die Werder-Fans beschäftigt. Kurz vor dem letzten Spiel dann die Antwort: Ja, ich will! Claudio Pizarro verkündet kurz vor Anpfiff seine Vertragsverlängerung, er spielt noch eine Saison bei Werder. Sein Körper ist mit 40 Jahren zwar nicht mehr so frisch wie früher. Aber für einige entscheidende Spielminuten reicht es immer noch. Siehe oben.

11 Der Kapitän

So hat sich Kruse beim Freundschaftsspiel verabschiedet

Max Kruse macht ein Selfie mit Fans.

Zwar kein Ereignis im eigentlichen Sinn, aber in einer Rückschau auf die Saison darf einer nicht fehlen: Max Kruse. Er ist Antreiber, Motivator, genialer Verteiler im Offensivspiel, rechte Hand des Trainers, Top-Torschütze (elf Treffer), Dauerläufer (Mit 334 Kilometern Platz 27 bei der Laufleistung aller Bundesligaspieler in der Saison) und und und... Max Kruse gibt in etlichen Partien dem Bremer Spiel den letzten Kick. In der Rückrunde ist er in absoluter Topform, gehört zu den besten Scorern Europas. Doch sein Vertrag läuft aus, am Ende verlängert er nicht bei Werder. Dennoch: Die Nummer 10 ist in der Saison 2018/2019 Werders der Kopf des Bremer Spiels. Mr. Unverzichtbar.

Nun ist es an Ihnen. Auch wenn die Wahl sicher nicht leicht fällt, wählen Sie bitte einen Favoriten und stimmen Sie mit ab!

  • Bastian Mojen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 4. Juni 2019, 23:30 Uhr