So schuftet "Hobbykoch" Füllkrug für sein Comeback

Wegen der Corona-Krise könnte Niclas Füllkrug noch in der laufenden Spielzeit auf den Platz zurückkehren. Sollte Werder absteigen, will er dem Verein treu bleiben.

Niclas Füllkrug schlendert zum Weser-Stadion
Sieht sich auf einem guten Weg: Werders Langzeitverletzter Niclas Füllkrug. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Corona-Krise hat den Fußball in der Bundesliga zum Erliegen gebracht. Ob und wann die laufende Saison überhaupt fortgesetzt wird, ist unklar. Manchen Spielern aber kommt die Saisonpause nicht ungelegen: Werders langzeitverletzter Angreifer Niclas Füllkrug etwa könnte dank der Ligaunterbrechung doch noch sein Comeback in dieser Spielzeit feiern. "Je später die Saison wieder anfängt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich noch eingreife", sagt Füllkrug in einer Telefonkonferenz mit Bremer Medien am Dienstag. Schnell schiebt er jedoch hinterher: "Ausgehen tue ich davon aber erst mal nicht."

Einstand nach Maß

Zwei Tore und eine Vorlage in den ersten vier Bundesligaspielen: Sowohl für Niclas Füllkrug als auch für Werder Bremen schien sich die Rückkehr des Stürmers an seine alte Wirkungsstätte auszuzahlen. Dann der Schock: Anfang September riss sich Füllkrug das Kreuzband. Im vergangenen Monat folgte der nächste Rückschlag, als sich der 27-Jährige das Knie operieren lassen musste. Eine Rückkehr in der laufenden Spielzeit schien vom Tisch. Doch die Corona-Krise hat vieles verändert.

Anders als seine Mannschaftskollegen fährt Füllkrug aktuell mehrmals die Woche zum Weser-Stadion, um sich behandeln zu lassen und zu trainieren. Alles unter den gegebenen Hygiene-Vorschriften inklusive Mundschutz, versteht sich. Mehr als intensives Krafttraining und leichte Läufe auf dem Laufband sind aber ohnehin noch nicht drin. Erst wenn sein Fitnesszustand es erlaubt, darf er wieder an der frischen Luft trainieren und die Laufbelastung erhöhen. "Ich bin auf einem guten Weg", sagt Füllkrug.

Treuebekenntnis zu Werder

Für den Angreifer war der Kreuzbandriss, den er sich im Traning zuzug, nicht die erste schwere Verletzung in seiner Karriere. Vor allem das Knie bereitet ihm immer wieder Probleme. Mit sich und seiner Verletzungsanfälligkeit hadern will Füllkrug aber nicht: "Man hat sich daran gewöhnt, dass man nicht mehr für den Ballon d' Or nominiert wird (lacht)."

Seine Zukunft sieht er auch in der kommenden Saison weiterhin in Bremen. Unabhängig davon, in welcher Liga sein Verein auflaufen wird. "Ich bin nicht zu Werder gewechselt, um hier vier Spiele hier zu machen", sagt Füllkrug. "Deswegen möchte ich schon noch ein paar Jahre hier bleiben.

Mit eigenen Rezepten durch die Krise

Die meiste Zeit verbringt der 27-Jährige momentan, so wie die meisten Menschen auch, in den eigenen vier Wänden mit seiner Familie. Vor allem seine Tochter, die im vergangen Jahr zur Welt kam, hält ihn auf Trab. Langeweile stelle sich daher ohnehin kaum ein, und wenn doch, zieht Füllkrug sich in die Küche zurück. "Ich koche sehr viel", sagt er. Das habe er zwar auch vor der Corona-Krise gerne getan, nun jedoch doch noch ein wenig mehr. An die Vorschläge des Werder-Kochs, der die Spieler mit eigenen Rezepten zum Nachkochen versorgt, halte Füllkug sich aber nicht. Denn: "Ich habe meine eigenen Rezepte."

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Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 25. März 2020, 23:15 Uhr