Werder-Foto und Casting-Flop: Bremen wird für Dieter Bohlen zum Fiasko

Dass Dieter Bohlen als Hamburger mit Werder-Spielern posierte und diese dann verloren, kreideten ihm viele Fans an. Auch beim DSDS-Casting zeigte ihm Bremen die kalte Schulter.

Dieter Bohlen posiert mit Sonnenbrille und hochgerecktem Daumen im Parkhotel mit einigen Werder-Spielern.
Daumen hoch für Werder: Dieter Bohlen (Mitte) ließ sich vor dem Spiel gegen Düsseldorf mit den Spielern um Claudio Pizarro (links) ablichten. Bild: Instagram | Dieter Bohlen

Das Bremer Parkhotel hatte sich wirklich alle Mühe gegeben mit seinem prominenten Gast. Sogar die Fenster seiner Suite wurden eigens mit schwarzer Folie abgeklebt, damit der Pop-Titan auch ja seine ungestörte Nachtruhe bekam. Jeder Sonderwunsch wurde Dieter Bohlen von den verspiegelten Sonnenbrillengläsern abgelesen, wie das eben so ist, in Luxushotels. Doch so richtig glücklich ist der wohl berühmteste Einwohner Tötensens mit seinem Aufenthalt in Bremen trotzdem nicht geworden.

Eigens für das Casting der 17. DSDS-Staffel und der neuen Supertalent-Staffel war Bohlen in die Hansestadt gekommen. Doch der eigenwillige Musikproduzent suchte zwar mal wieder Deutschlands nächsten Superstar – aber den meisten Bremern war das völlig schnuppe. Wo sonst lange Schlangen übermotivierter, erfolgshungriger Nachwuchssänger der vermeintlich größten Chance ihres Lebens nachhecheln, herrschte im Bremer Congress Centrum gähnende Leere. Nur etwa 20 Bewerberinnen und Bewerber hatten Lust, sich vom strengen Pop-Titan und seiner Jury kritisieren zu lassen.

Unglücksbringer für Werder?

Bohlen posiert selbstbewusst auf der Bühne mit der DSDS-Trophäe.
Macher und Macho: Dieter Bohlen gefällt sich in der Rolle des Chefjurors bei DSDS. Bild: Imago | Future Image

Dabei musste Bohlen am Samstag dann selbst eine Menge Kritik einstecken. Denn beim morgendlichen Frühstück im Parkhotel traf der Hamburger auf die Spieler von Werder Bremen, die sich dort auf ihren Bundesliga-Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf vorbereiteten. Natürlich machte man ein gemeinsames Selfie, Bohlen dabei mit seiner typischen "Daumen-hoch-Pose" und dem selbstbewussten Grinsen. Seinen 1,3 Millionen Followern bei Instagram schickte er mit dem Gruppenselfie mit Pizarro, Nuri und Co. noch Grüße: "Wünsche allen einen schönen Fußball Samstag!! Tolle Typen von Werder!!!"

Doch zu früh gefreut: Zum neuen, inoffiziellen Werder-Maskottchen wird Bohlen sicherlich nicht werden – denn Glück brachte er nicht. Im Gegenteil. Die Elf von Trainer Florian Kohfeldt unterlag am Samstagnachmittag im Weser-Stadion den Düsseldorfern mit 1:3. Und für viele Fans war schnell klar, wer daran Schuld war.

Hier können Sie sich externe Inhalte (Text, Bild, Video…) von Twitter anzeigen lassen

Stimmen Sie zu, stellt Ihr Browser eine Verbindung mit dem Anbieter her.
Mehr Infos zum Thema Datenschutz.

Auch Werders Edelfan Jan Delay hatte nur einen Kommentar zum Bohlen-Selfie: "Wollt ihr mich verarschen?!" Ganz ernst gemeint war der Spruch des Hip-Hoppers wohl nicht. Aber Delay, der die Stadionhymne "Grün-weiße Liebe" geschrieben hatte, scheint zu befürchten, dass ihm der Pop-Titan im Weser-Stadion bald Konkurrenz macht: "You can win, if you want..." Doch die Sorge ist bestimmt unbegründet, schließlich hat diese Woche gezeigt, dass Bremen kein "Meega"-Fan von Dieter Bohlen ist.

Ob Dieter Bohlen der Pizarro-Song gefallen würde?

Claudio Pizarro mit verschmitztem Grinsen bei einer Pressekonferenz.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mehr zum Thema:

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 19. August 2019, 23:30 Uhr