Werders Rashica über Trainer Kohfeldt: "Sitzen alle in einem Boot"

Trotz der Corona-Krise sei der Teamgeist bei Werder Bremen völlig intakt, sagt Stürmer Rashica. Seinem in die Kritik geratenen Trainer Kohfeldt stärkt er den Rücken.

Florian Kohfeldt steht am Rande des Trainings mit ausgebreiteten Armen neben Milot Rashica, der lächelt.
Stecken laut Milot Rashica (rechts) gemeinsam in der sportlichen Krise: Werder-Trainer Florian Kohfeldt (links) und die Mannschaft.. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Stürmer Milot Rashica bricht eine Lanze für Trainer Florian Kohfeldt. Die sportliche Misere treffe den Werder-Coach "besonders hart, weil er sich viel Kritik gefallen lassen muss. Aber wir sitzen alle in einem Boot", sagte der Nationalspieler des Kosovo im Interview mit dem Sport-Informationsdienst.

Werder habe trotz Abstiegsplatz 17 "einen super Teamgeist und schon gezeigt, was wir zu leisten imstande sind – und das ist vor allem auch sein Verdienst", ergänzte Rashica mit Blick auf Kohfeldt: "Er arbeitet hart daran, dass wir aus dieser Lage wieder herauskommen." Überhaupt ist der 23-Jährige "überzeugt", dass Bremen den Klassenerhalt "als Team schaffen" könne.

Noch kein Gedanke an einen Wechsel im Sommer

Milot Rashica deutet nach seinem Sieg auf Knien rutschend mit dem Finger auf die Fan-Tribüne.
Werders Bester: Milot Rashica ist mit sieben Treffern und vier Assists der erfolgreichste Torjäger. Bild: Imago | Avanti

Rashica sei sehr wohl bewusst, dass die Krise "viele Leute sehr viel härter trifft" als Fußball-Profis wie ihn. Auch wenn er mit Werder in der Bundesliga um die "Existenz" kämpft, wie es immer heißt. "Klar, das haben wir uns alle ganz anders vorgestellt", gibt der Shootingstar zu, den wegen seines Torriechers und unglaublichen Tempos Topklubs im In- und Ausland jagen.

Seine Zukunftspläne stellt er für Werder aber hinten an. "Ich habe mich noch nicht allzu sehr damit befasst", sagt er über einen möglichen Sommer-Transfer, "denn in der aktuellen sportlichen Situation würden diese Gedanken einen nur vom Wesentlichen ablenken – das hilft am Ende niemand". Stattdessen will er "alles dafür tun, dass wir da unten wieder rauskommen".

"Möchte Jahr für Jahr Champions League spielen"

Zu halten sein dürfte der Angreifer, dessen Vertrag bis 2022 läuft, aber auch in Zeiten eines von Corona nach unten regulierten Transfermarktes nicht. Wo fliegt "Rocket" Rashica hin? Er will Werder nicht weh tun, greift bei der Antwort zu einem Kalenderspruch: "Nur wenn man große Träume hat, kann man Großes erreichen." Das wären aus Rashicas Sicht bei optimalem Verlauf: Das EM-Ticket mit Kosovo, der Klassenerhalt mit Werder - und dann der Sprung zu einem Topklub.

Irgendwann, sagt Rashica, "möchte ich mich regelmäßig mit den besten Spielern der Welt messen und Jahr für Jahr Champions League spielen". Dafür arbeite er sehr hart: "Und ich weiß, dass ich das schaffen kann."

So verbringen die Werder-Profis ihre Zeit Zuhause

Video vom 19. März 2020
Werderspieler Milot Rashica spielt zuhause Fußball und desinfiziert seine Hände dabei.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 30. März 2020, 18:06 Uhr