Senat rettet Bremer Weser-Stadion GmbH vor Insolvenz

Corona hat Werder in die Finanznot gebracht. Am Dienstag gab es 3,5 Millionen Euro Unterstützung vom Senat, wie Wirtschaftssenatorin Vogt buten un binnen bestätigte.

Video vom 27. Oktober 2020
Das Weser-Stadion wird von Sonnenlicht angestrahlt
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Corona-Pandemie hat Fußball-Bundesligist Werder Bremen finanziell schwer getroffen. Durch die fehlenden Zuschauereinnahmen drohte nun der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) zum Jahresende die Zahlungsunfähigkeit.

Sieben Millionen Euro fehlten – am Dienstag beschloss der Bremer Senat, als Gesellschafter der BWS 3,5 Millionen Euro zuzuschießen. Werder tut als zweiter Gesellschafter das Gleiche, um die Liquidität sicher zu stellen. Das bestätigte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) am Dienstag nach der Senatssitzung buten un binnen.

Es ist völlig klar, dass die Verluste der Bremer Weser-Stadion GmbH komplett Corona geschuldet sind durch die fehlenden Zuschauer und die daraus wegbrechenden Werbeeinnahmen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir der BWS jetzt schnell helfen müssen.

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) bei buten un binnen

Das "Worst-Case-Szenario" wurde durchgerechnet

Seit dem Sommer sei man mit der Werder-Geschäftsführung im Gespräch gewesen, fügte Vogt hinzu. Durch die Finanzspritze werde sichergestellt, dass nicht nur die Liquidität sichergestellt würde, sondern auch "die Eigenkapitaldecke nicht zu dünn wird, damit der Weser-Stadion GmbH nicht die Gefahr droht, Insolvenz anmelden zu müssen", so Vogt weiter.

Mit der Summe, die beschlossen wurde, soll die finanzielle Lage der BWS bis Mitte 2022 gesichert sein. Genau planen lässt dich das aufgrund der Corona-Pandemie nicht, doch Vogt betonte, man habe "das Worst-Case-Szenario durchgerechnet", also eine komplette Hin- und Rückrunde ohne Zuschauer.

Werder begrüßt "partnerschaftliche Lösung"

Werder Bremen begrüßte die Entscheidung des Senats. In einer Pressemitteilung des Vereins betonte der Geschäftsführer Finanzen Klaus Filbry nocheinmal, dass die BWS unverschuldet durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sei und durch die Pandemie auch weiterhin schwer einzuschätzen sei, wann Werder wieder mit Einnahmen rechnen könne.

Daher freut es uns, dass wir uns mit der Stadt Bremen auf eine partnerschaftliche Lösung zur Stabilisierung der BWS verständigen konnten.

Werder-Geschäftsführer Finanzen Klaus Filbry in einer Vereinsmitteilung

Wirtschaftssenatorin Vogt: "Mussten der BWS schnell helfen"

Video vom 27. Oktober 2020
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt in einem Büroflur im Interview mit buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

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Autoren

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin
  • Dino Bernabeo Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 27. Oktober 2020, 18:06 Uhr