Werder und die Angst vor wütenden Bayern

Es ist nicht gerade die beste Zeit, um gegen die Bayern zu spielen. Der Rekordmeister ist angeschlagen, aber hochmotiviert, seine Klasse unter Beweis zu stellen.

Robert Lewandowski zeigt im Spiel gegen Werder den Finger nach vorn.
Das letzte Duell gegen die Bayern verloren die Bremer im Halbfinale des DFB-Pokals knapp mit 2:3. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Es gibt nicht wenige Werder-Fans, die am Samstag (15:30 Uhr) im Spiel gegen den FC Bayern München ein Debakel befürchten. Ergebnisse, wie das 0:6 und das 0:5 vor zwei Jahren machen die Runde. Der Rekordmeister ist zwar angeschlagen, aber das macht die Bayern besonders gefährlich. "Sie sind sehr, sehr wütend", ist sich auch Werder-Trainer Florian Kohfeldt sicher.

Die Mannschaft kann die Tabelle lesen und jeder hat den Ernst der Lage erkannt.

Frank Baumann, Werder-Sportchef

Die Bayern haben zuletzt das Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach verloren und stehen in der Tabelle nicht einmal mehr auf einem Europa-League-Platz. Das ist deutlich zu wenig für die Ansprüche des Branchen-Primus. Gegen Werder wird die Mannschaft alles versuchen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden – auch wenn sie zuletzt gar nicht schlecht gespielt hat.

Trainerwechsel bei den Bayern verpufft

"Das wird ein sehr schweres Spiel. Aus meiner Sicht, war es Irrsinn, dass die Bayern die letzten beiden Spiele verloren haben. Mehr Chancen kannst du nicht haben, wie die Münchner zuletzt", stellt Kohfeldt vor dem Krisenduell fest. Nur eine große Leistungssteigerung der Bremer kann das befürchtete Debakel verhindern. Dafür muss sich aber einiges ändern. "Wir haben zuletzt einfach schlecht gespielt und nicht die nötige Aggressivität gehabt", weiß Maximilian Eggestein. "Nur wenn wir eine Mentalität auf den Platz bringen, wie im Spiel gegen Wolfsburg, dann haben wir eine Chance."

Wir müssen unglaublich aggressiv auftreten im Verteidigen, aber auch mutig spielen, wenn wir den Ball haben, sonst werden wir in München keine Chance haben.

Florian Kohfeldt, Werder-Trainer

Bei den Bayern ist die Signalwirkung des Trainerwechsels von Niko Kovac zu Hansi Flick schnell verpufft. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat erklärt, dass nach dem letzten Spieltag in diesem Jahr eine Entscheidung über die Zukunft von Flick als Bayern-Trainer gefällt werden soll.

Diese Unsicherheit in der Trainerfrage und die Ergebniskrise bei den Bayern könnte den Bremern auch in die Karten spielen. Ist es vielleicht sogar ein Vorteil in dieser Situation auf die Münchner zu treffen? "Keine Ahnung", so Davy Klaassen, der nicht über die Form des kommenden Gegners reden will. "Wir fahren nach München um zu gewinnen."

Darum steckt Werder in der Krise

Video vom 9. Dezember 2019
Die Werder Bremen Rauten sind bei tristen Licht auf Fahnen vor dem Stadion zu sehen.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 11. Dezember 2019, 18:06 Uhr