Taktiert Werder im Spiel gegen den FC Bayern?

Wird Werder in der Partie gegen Bayern München Spieler schonen? Die anschließende englische Woche mit wichtigen Spielen könnte dafür sprechen.

Video vom 12. Dezember 2019
Thomas Müller steht wütend vor Niklas Moisander
Bild: Imago | Eibner

Drei Spiele in einer Woche – das Restprogramm vor Weihnachten hat es in sich. Nur drei Tage nach dem Spiel gegen Bayern müssen die Bremer gegen Mainz spielen, vier weitere Tage später beim 1. FC Köln. Sechs Punkte wollen die Bremer noch holen, um ihr Minimalziel von 20 Punkten bis Weihnachten zu erreichen.

20 Pflichtspiele in Folge gegen die Bayern verloren

Nüchtern betrachtet sind Siege gegen Mainz und Köln wahrscheinlicher als ein Erfolg in München. Deswegen könnten die Bremer eigentlich auf den Gedanken kommen, Spieler in der Partie gegen die Bayern zu schonen. "Auch wenn wir jetzt mal nicht so eine gute Phase haben, keiner fährt nach München und taktiert, sondern wir werden die bestmögliche Mannschaft auf den Platz stellen und versuchen in München etwas mitzunehmen", widerspricht Trainer Florian Kohfeldt deutlich.

Wir haben hier jetzt nicht zwei Jahre erklärt, wir fahren überall hin, um zu gewinnen, um das jetzt einzukassieren.

Florian Kohfeldt, Werder-Trainer

Die Bremer stehen allerdings vor einer Herkules-Aufgabe. Seit über 11 Jahren hat Werder nicht mehr in München gewonnen und seit 20 Pflichtspielen in Folge warten die Grün-Weißen auf ein mickriges Pünktchen gegen den Rekordmeister. "Klar wissen wir das, aber das spielt für das einzelne Spiel keine Rolle. Wir wollen etwas mitnehmen und was letztes Jahr war oder vor zehn Jahren, ist eigentlich egal", so Kohfeldt.

Wir spielen gegen die stärkste Mannschaft Deutschlands, individuell und auch als Mannschaft. Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Florian Kohfeldt, Werder-Trainer

2008 gelang der letzte Sieg in München. Die Bremer gewannen mit 5:2 und damals streifte sich noch Sportchef Frank Baumann das Trikot über. "Ich bin kein großer Freund davon, viel von früher zu erzählen, aber es war ein außergewöhnliches Spiel, in dem wir sehr, sehr guten Fußball gespielt haben. Wir waren absolut dominant und es war einer der schöneren Nachmittage in München", erinnert sich Baumann.

Ob es einen weiteren schönen Nachmittag am Samstag geben wird, darf allerdings angezweifelt werden. Zumindest können die Bremer bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler einsetzen. Ein Fragezeichen steht nur noch hinter dem Einsatz von Leonardo Bittencourt, der sich in dieser Woche einen Magen-Darm-Virus eingehandelt hat. "Ich gehe davon aus, dass er im Kader stehen wird , aber ob er spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden", so Kohfeldt.

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 12. Dezember 2019, 18:06 Uhr